Vor Heimspiel gegen RW Erfurt SFL-Trainer Golombek: Wir werden keine Spiele herschenken

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Lottes Trainer Andreas Golombek (links) mit Maximilian Rossmann und Nico Neidhart (rechts) fordert seine Spieler auf, die Saison seriös zu Ende zu bringen. Foto: Manfred MrugallaLottes Trainer Andreas Golombek (links) mit Maximilian Rossmann und Nico Neidhart (rechts) fordert seine Spieler auf, die Saison seriös zu Ende zu bringen. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. Nachdem der Chemnitzer FC zu Beginn der Woche mitgeteilt hat, die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen zu wollen, ist dem Fußball-Drittligisten Sportfreunden Lotte der Klassenverbleib praktisch sicher. Die restlichen fünf Ligaspiele können Spieler und Trainer nutzen, um sich für neue Verträge zu empfehlen. Rot-Weiß Erfurt scheint da als bereits feststehender Absteiger gerade recht zu kommen.

Wie sieht die Personallage aus? Die Personaldecke ist weiter angespannt. Für Bernd Rosinger (Adduktorenabriss) und Jaroslaw Lindner (Schulter-OP) ist die Saison gelaufen. Auch Matthias Rahn (Oberschenkelverletzung) und Michael Schulze (Bänderriss) stehen gegen Erfurt nicht zur Verfügung. Kevin Freiberger hat am Donnerstag zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainiert. Ein Einsatz dürfte für den Stürmer am Sonntag aber zu früh kommen. Unklar ist, ob Adam Straith spielen kann. Wegen Problemen an der Achillessehne hatte der Verteidiger zuletzt eine Trainingspause eingelegt. „Da müssen wir abwarten, wie es in den Einheiten am Wochenende aussieht“, sagte Trainer Andreas Golombek am Freitag auf der Pressekonferenz. Nico Neidhart und Marcus Piossek, die im Spiel gegen Großaspach zu ihren ersten Kurzeinsätzen nach monatelanger Pause kamen, gehören wieder zum Kader. Für 90 Minuten werde es laut Golombek aber bei beiden nicht reichen. Eine Option für die Startelf ist dagegen Max Wegner. Nach seiner Entzündung am Fuß hat der Stürmer wieder voll trainiert.

Wie steht es um den Gegner? Rot-Weiß Erfurt rangiert abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Nach Insolvenzantrag und Punktabzug stehen die Thüringer als Absteiger in die Regionalliga fest. „Sie können frei aufspielen, haben keinen Druck. Das macht sie gefährlich“, so die Einschätzung von Golombek. Diese Unberechenbarkeit hat auch Lottes Nachbar aus Osnabrück zu spüren bekommen, als der VfL in Erfurt nur zu einem turbulenten 4:4 kam. Im Frimo-Stadion wird es auch zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten kommen: Marcel Kaffenberger, der in der vergangenen Saison für Lotte aktiv war, spielt seit dem Winter für Erfurt.

Worauf kommt es im Saisonendspurt an? Fünf Spieltage vor Schluss sind die Sportfreunde eigentlich schon gerettet. Neben den insolventen Clubs aus Chemnitz und Erfurt wird noch ein Absteiger gesucht. Lottes Abstand auf die Reserve von Werder Bremen beträgt 14 Punkte. Mit fünf Siegen könnten die Hanseaten zwar noch 15 Zähler holen. Dass Werder alle Spiele gewinnt, ist aber nahezu ausgeschlossen. Unwahrscheinlich ist zudem, dass Lotte keine Punkte mehr holt. Golombek: „Wir werden keine Spiele herschenken, sondern die Saison seriös zu Ende bringe.“ Schließlich müsse sich der ein oder andere Spieler ohnehin noch für ein neues Arbeitspapier empfehlen. „Außerdem wollen wir zeigen, dass wir den Nichtabstieg auch sportlich geschafft hätten.“

Wie geht es aus? Beide Mannschaften spielen mit offenem Visier. Mit einem 4:1-Sieg machen die Hausherren den Klassenerhalt perfekt.


SF Lotte – RW Erfurt (Sonntag, 14 Uhr, 34. Spieltag)

So könnten sie spielen:

SF Lotte: 1 Buchholz – 23 Langlitz, 4 Rossmann, 15 Heyer, 22 Hohnstedt – 3 Wendel, 28 Putze – 20 Pires-Rodrigues, 8 Dej, 11 Oesterhelweg – 29 Wegner.

In Reserve: 33 Zummack (TW), 7 Brock, 9 Facklam, 14 Hober, 16 Straith, 17 Piossek, 27 Neidhart.

Es fehlen: Lindner (Schulter-OP), Rahn (Oberschenkelverletzung), Rosinger (Adduktorenabriss), Schulze (Bänderriss), Freiberger (Aufbautraining), Gorschlüter (Karriereende), Haitz (Hüfte), Fernandez, Atalan (nicht im Kader).

RW Erfurt: 1 Klewin – 14 Wegmann, 6 Laurito, 30 Kaffenberg, 16 Kwame – 17 Odak, 19 Biankadi, 8 Vocaj, 24 Rüdiger – 10 Brückner, 32 Huth

Schiedsrichter: Tim-Julian Skorczyk (Braunschweig) leitet seine 28. Drittliga-Partie. Er stand auch beim Lotter 3:2-Hinspielsieg in Erfurt als Unparteiischer auf dem Platz.

Zuschauer: 1800 werden erwartet, davon etwa 250 aus Erfurt.

Liveticker: auf noz.de/sfl. – Livestream: auf telekom-sport.de (für Abo-Kunden).

Nächstes Spiel: Am Freitag (20. April, 19 Uhr) beim SV Meppen.

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