Westfalenpokal: Favorit gegen Erndtebrück SF Lotte: Ein Halbfinale mit Endspielcharakter

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Im Herbst 2015 gab es für Lotte ein 1:1 im Regionalliga-Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück. Foto: Manfred MrugallaIm Herbst 2015 gab es für Lotte ein 1:1 im Regionalliga-Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. Das, was Andreas Golombek zuletzt am Auftritt seiner Elf beim 3:2-Heimsieg über die U23 von Werder Bremen störte, will der Trainer des Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte am Mittwoch (19 Uhr, Frimo-Stadion) im Westfalenpokal-Halbfinale gegen den TuS Erndtebrück nicht noch einmal erleben. „Meine Spieler hatten Werder die ersten 20 Minuten unterschätzt. Gegen Erndtebrück ist es wichtig, dass wir von Beginn an konzentriert und diszipliniert abliefern“, sagt Golombek.

„Wir wollen einen heißen Kampf abliefern, bis wir den Gegner müde haben – sie beschäftigen, bis sie Fehler machen“, fordert der SFL-Coach. Erndtebrück, das in der Regionalliga West als Vorletzter um den Klassenerhalt kämpft, sieht das Halbfinale als Spiel des Jahres. Bereits zweimal hat sich der TuS für den DFB-Pokal qualifiziert: In der Saison 2015/2016 (0:5 in der 1. Runde gegen Bundesligist Darmstadt 98) und 2017/2018 (0:3 in der 1. Runde gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt). „Auch wenn die Rollenverteilung im Auswärtsspiel beim Drittligisten eindeutig ist: Wir werden alles investieren, um dies ein drittes Mal zu schaffen“, sagt Florian Schnorrenberg, der den TuS seit einem Jahrzehnt trainiert, mit Lottes Ex-Coach Ismail Atalan die Prüfung zum Fußballlehrer bestand und im vergangenen Sommer ein Kandidat um dessen frei gewordene Stelle bei den Sportfreunden war. Lotte hat sich in der Vergangenheit dreimal für den höchsten deutschen Pokalwettbewerb qualifiziert. Das Gros des aktuellen Kaders hatte Anteil am Einzug in das Viertelfinale gegen Borussia Dortmund in der Vorsaison.

Hier findet sich am Mittwoch der Liveticker zum Halbfinale des Westfalenpokals zwischen SF Lotte und TuS Erndtebrück >>

Eigentlich löst nur der Westfalenpokalsieger das Ticket für den DFB-Pokal. Sollte jedoch der SC Paderborn im zweiten Halbfinale in einer Woche im Heimspiel gegen den Westfalenligisten SpVgg Olpe ins Endspiel einziehen, wären voraussichtlich beide Finalisten am Pokal-Ziel: Paderborn wird sich – 14 Punkte Vorsprung auf Rang fünf der 3. Liga deuten stark darauf hin – wohl als einer der ersten vier der Abschlusstabelle für diesen Wettbewerb qualifizieren. Somit hat bereits das Halbfinale für Lotte und seine Gäste einen Endspielcharakter.

Erndtebrück, dessen Trainer in den letzten Wochen gleich vier Lotter Ligaspiele besuchte, bejubelte zuletzt nach zuvor vier torlosen Begegnungen beim 2:0 zuhause gegen die U23 von Borussia Dortmund mit einer defensivstarken und offensiv verbesserten Vorstellung den ersten Ligasieg 2018. Nicht nur deshalb fordert SFL-Trainer Golombek nun, „dass wir auch in diesem Spiel zeigen, dass wir zurecht ein Drittligist sind.“

Der 49-Jährige hatte in der Saison 2000/2001 im Trikot des damaligen Viertligisten 1, FC Magdeburg erlebt, wie ein Außenseiter über sich hinauswuchs: In der 1. Runde gelang ein 5:2 über den Bundesligisten 1. FC Köln, in der 2. Runde ein 4:2 im Elfmeterschießen gegen Bayern München und im Achtelfinale ein 5:3 nach Verlängerung gegen den damaligen Zweitligisten Karlsruher SC. Erst im Viertelfinale war beim 0:1 gegen Schalke 04 Endstation.

Bis auf Matthias Rahn (muskuläre Probleme, ein bis zwei Wochen Pause), Bernd Rosinger (Adduktorenabriss), Kevin Freiberger (im Lauftraining) sowie Marcus Piossek und Nico Neidhart (beide zurück im Mannschaftstraining) hat Lotte alle Mann an Bord.


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