Standardtraining von Oesterhelweg zahlt sich aus SF Lotte nach Riesenschritt: „Wahnsinnig gutes Gefühl“

Von Christian Detloff

Erster Treffer für Lotte: Maximilian Rossmann. Fotos: MrugallaErster Treffer für Lotte: Maximilian Rossmann. Fotos: Mrugalla

Lotte. Nach dem 3:2-Heimsieg über die U23 von Werder Bremen müsste es schon fast mit dem Teufel zugehen, damit Fußball-Drittligist SF Lotte den Klassenerhalt noch verspielt. Ihrer Sache sicher sind sich die SFL-Spieler aber nicht: „Wir waren schon mal zehn Punkte vorne und kamen noch leichtfertig in Gefahr“, warnt Maximilian Oesterhelweg.

Als Vorbereiter aller drei Treffer war Oesterhelweg der überragende Akteur. „Nach der Chemnitzer Niederlage schmeckt unser Last-minute-Sieg doppelt gut“, sagt der Linksaußen: „Wir haben es brutal spannend gemacht. Jetzt sind wir gut aus der negativen Phase herausgekommen.“ Nach sieben sieglosen Partien landete Lotte gegen Werder den zweiten Erfolg hintereinander.

Seine drei Torvorbereitungen jeweils mit punktgenauen Hereingaben, zwei davon per Freistoß, sind kein Zufall: „Ich bleibe gerne nach dem Training länger auf dem Platz und trainiere Standards. Ich weiß, dass harte Arbeit das A und O im Fußball ist. Es ist wichtig, mehr zu tun als andere“, sagt Oesterhelweg: „Wenn man aus dem Spiel heraus Schwierigkeiten hat, Chancen zu kreieren, müssen halt die Standards herhalten. Ich habe vor den beiden Freistoßflanken nicht lange nachgedacht. Intuition kann helfen. Wenn du in solchen Situationen zu viel grübelst, kommt der Ball eher nicht zum eigenen Mitspieler.“

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Es war zudem der Tag der Tordebütanten: Sowohl Stürmer Max Wegner, der zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich traf, als auch Innenverteidiger Maximilian Rossmann als Torschütze zur 2:1-Führung erzielten am Ostersonntag im Frimo-Stadion ihren Premierentreffer im Ligabetrieb des Fußball-Drittligisten SF Lotte.

„Ausgerechnet Max Wegner“ dürften die Werderaner nach dem Treffer des gegnerischen Stürmers gedacht haben. Von 2011 bis 2015 war der mittlerweile 29-Jährige für Werders U23 aufgelaufen. Insgesamt 85-mal hatte der Angreifer in der 3. Liga und Regionalliga für die Bremer Bundesligareserve gespielt und in dieser Zeit 28 Treffer erzielt. „Dass mein erstes Tor für Lotte ausgerechnet gegen Werder fällt, ist für die Jungs schade, die jetzt wohl komplett ins Verderben gelaufen sind. Aber natürlich ist das etwas Besonderes für mich“, gestand Wegner, der sich nach seinem schwächeren Auftritt zuvor gegen Chemnitz steigerte. Während Wegner, der zum vierten Mal in der Startelf stand, im 16. Saisoneinsatz für Lotte erstmals traf, feierte der für den verletzten Matthias Rahn eingewechselte Rossmann in seinem 14. Saisonspiel sein Tordebüt.

Rossmann freute sich „über den wichtigen Schritt mit unserem Sieg und in zweiter Linie auch über meinen ersten Treffer für Lotte.“ Auch der Innenverteidiger sieht die zehn Punkte Vorsprung nicht als passendes Ruhekissen: „Es liegen ja noch sechs Spiele vor uns. Wir sollten jedes höchst konzentriert angehen.“

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Auch Max Wegner, der ebenfalls seinen Lotter Premierentreffer feierte, ist noch nicht vom sicheren Klassenerhalt überzeugt: „Aber zehn Punkte aufzuholen wird schon verdammt schwierig für Chemnitz“, weiß der Stürmer. Ähnlich sieht es Abwehrchef Adam Straith: „Das ist ein wahnsinnig gutes Gefühl. Wir haben das in dieser Saison nicht oft geschafft, in letzter Minute zu punkten. Das tut uns auf jeden Fall gut. Diese drei Punkte sind enorm wichtig für uns.“ Mehrmals in dieser Saison hatte Lotte noch spät Zähler aus der Hand gegeben: „Wir haben es nicht oft geschafft, in letzter Minute zu punkten. Das tut uns auf jeden Fall gut.“

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