SFL drittem Drittligajahr ganz nahe SF Lotte: Oesterhelweg glänzt als Topvorbereiter

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Der späte Siegtreffer: Jaroslaw Lindner (links) ist in der Nachspielzeit nach der Oesterhelweg-Flanke zur Stelle. Foto: MrugallaDer späte Siegtreffer: Jaroslaw Lindner (links) ist in der Nachspielzeit nach der Oesterhelweg-Flanke zur Stelle. Foto: Mrugalla

Lotte. Mit dem glücklichen Last-Minute-Sieg beim 3:2 (1:1) gegen die nunmehr 28-mal sieglose U23 von Werder Bremen hat Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte die Abstiegsgefahr nahezu gebannt. Die Leistung des Gastgebers war aber enttäuschend – Ausnahmen waren Maximilian Oesterhelweg und Siegtorschütze Jaroslaw Lindner.

Die rund 1500 SF-Lotte-Fans unter den Zuschauern atmeten mit dem Schlusspfiff auf. Wie bereits beim 3:1 in der Vorwoche über den Chemnitzer FC hatte es ihre Mannschaft richtig spannend gemacht. War gegen den CFC in der fünften Nachspielminute das erlösende 3:1 gefallen, gelang den Sportfreunden diesmal in der dritten Nachspielminute der 3:2-Siegtreffer durch Jaroslaw Lindner. Der Stürmer fühlte sich an sein 3:2 in der Hinrunde der Vorsaison in der Nachspielzeit gegen Jahn Regensburg erinnert.

„Gott sei Dank hatten wir das Glück auf unserer Seite“, sagte Lindner später. Ob der Sieg dreckig ist oder nicht, „das ist mir egal. Es ist ein sehr schönes Gefühl, jetzt zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge zu haben. Das waren Big Points heute.“

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Wie die beiden Lotter Torschützen zuvor – Max Wegner zum 1:1 (32.) und Maximilian Rossmann zum 2:1 (62.) – wusste Lindner, bei wem er sich zu bedanken hatte: Beim Flankengeber Maximilian Oesterhelweg, der alle drei SFL-Treffer mit messerscharfen und präzisen Hereingaben vorbereitete und somit Mann des Tages war. Auch an den wenigen übrigen Lotter Chancen war der Linksaußen beteiligt.

Doch es war kein Zufall, dass die ersten beiden Lotter Treffer nach Standards, genauer Freistoßflanken des 27-Jährigen, fielen: Beim 1:1 stieg der sträflich freie Wegner am höchsten und köpfte schön ins lange Eck ein. Beim 2:1 bediente Oesterhelweg Moritz Heyer, dessen Kopfball von Torwart Eric Oelschlägel mit einem Riesenreflex noch an den Pfosten gelenkt wurde, ehe Rossmann abstaubte. Ansonsten blieb vieles Stückwerk im Angriffsspiel der Gastgeber.

Am aufälligsten war von Beginn an die in diesem Ausmaß nicht gewohnte Abwehrschwäche der Lotter. Torwart David Buchholz offenbarte eklatante Defizite im Passspiel. Rechtsverteidiger Alexander Langlitz patzte derweil nach einem langen Pass von Rafael Kazior bei der Ballannahme. Leon Jensen schob den Ball weiter zu Dennis Rosin, der mühelos zur frühen 1:0-Führung (5.) einschoss.

SF Lotte nach Riesenschritt: „Wahnsinnig gutes Gefühl“ >>

Auch Lottes Innenverteidiger Adam Straith und Matthias Rahn, der nach 37 Spielminuten mit Schmerzen am Oberschenkel und in der Kniekehle ausschied, ließen sich von der Verunsicherung anstecken. Vor ihnen fehlte es dem Mittelfeld an Aggressivität und Zweikampfnähe. Werder hatte es leicht, seine technischen Vorzüge auszuspielen. Das Bremer 2:2 (82.) leitete Buchholz mit einem eklatanten Fehlpass ein, Straith lenkte den Schuss von Philipp Eggersglüß unglücklich ins eigene Eck ab.

Dafür hat Lotte seine Schwäche im Abschluss überwunden. Wie in der Vorwoche erzielten die Hausherren mit Effektivität drei Treffer. Zuvor hatten sie in fünf Punktspielen insgesamt nur zweimal eingenetzt.

Am Mittwoch ab 19 Uhr wartet auf SFL das nächste „schwere Heimspiel“. So betitelt Trainer Andreas Golombek das Halbfinale im Westfalenpokal gegen den TuS Erndtebrück. In diesem kann Lotte dem dritten DFB-Pokal-Einzug in vier Jahren nahekommen.

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3. Liga, 32. Spieltag: SF Lotte – Werder Bremen U23 3:2 (1:1)

SF Lotte: 1 Buchholz – 23 Langlitz, 5 Rahn (38. 4 Rossmann), 16 Straith, 2 Schulze – 3 Wendel (59. 28 Putze) – 24 Lindner, 20 Pires-Rodrigues, 15 Heyer, 11 Oesterhelweg – 29 Wegner (73. 14 Hober). – Trainer: Andreas Golombek.

In Lottes Reserve: 33 Zummack (ETW), 8 Dej, 9 Facklam, 22 Hohnstedt.

Bei Lotte fehlten: Freiberger (Innenbanddehnung im Knie), Piossek, Neidhart (beide Aufbautraining), Rosinger (Adduktorenabriss) Haitz (Hüfte), Gorschlüter (Karriereende), Fernandez, Brock, Atalan (alle nicht im Kader).

Werder Bremen U23: 43 Oelschlägel – 21 Eggersglüß, 26 Vollert, 5 Volkmer, 36 Jacobsen (56. 19 Bünning) – 6 Rosin, 25 Wagner, 20 Kruska (79. 38 Schmidt), 7 Jensen – 24 J. Eggestein (67. 27 Touré), 32 Kazior. – Trainer Sven Hübscher.

Bei Werder auf der Bank: 22 Duffner (ETW), 28 Verlaat, 29 Young, 31 Pfitzner.

Tore: 0:1 Rosin (5.), 1:1 Wegner (31.), 2:1 Rossmann (62.), 2:2 Eggersglüß (82.), 3:2 Lindner (90.+3).

Gelbe Karten: Wendel (40./seine 8. in dieser Saison), Pires-Rodrigues (45./ seine 7.)/Volkmer (22.), Kazior (45.), Jacobsen (52.), Jensen (73.).

Schiedsrichter: Pascal Müller (Löchgau).

Zuschauer: 1567 Zuschauer (darunter mindestens 7 Bremen-Anhänger.

Nächstes SFL-Spiel: am Mittwoch (4. April, 19 Uhr) Halbfinale im Westfalenpokal gegen den TuS Erndtebrück.

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