Werders Talenten konsequent Spaß rauben SF Lotte will das klare Plus an Routine ausnutzen

Von Christoph Detloff

Wieder jubeln  – wie hier nach dem zwischenzeitlichen 2:0 gegen den Chemnitzer FC (3:1) – will Lottes Max Wegner (Mitte), der am Ostersonntag nach rund fünf Monaten in die Startelf zurückkehren könnte. Foto: Manfred MrugallaWieder jubeln – wie hier nach dem zwischenzeitlichen 2:0 gegen den Chemnitzer FC (3:1) – will Lottes Max Wegner (Mitte), der am Ostersonntag nach rund fünf Monaten in die Startelf zurückkehren könnte. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. Vor knapp zweieinhalb Monaten feierte Fußball-Drittligist SF Lotte letztmals einen zweiten Sieg hintereinander. Für die kaum noch zu rettende U23 von Werder Bremen wäre angesichts von 27 sieglosen Spielen in Serie bereits ein einfacher Dreier ungewohnt.

Wie sieht es personell aus? Lotte, das im Kampf um den Klassenerhalt nach dem 3:1 gegen Chemnitz nachlegen will, muss nun auch auf Mittelstürmer Bernd Rosinger (Adduktorenabriss) verzichten. „Max Wegner, Mats Facklam und André Dej sind die Kandidaten, Rose zu ersetzen“, sagt SFL-Trainer Andreas Golombek. Vieles spricht dafür, dass Wegner in die Startelf rückt. Einsatzfähig ist Rechtsaußen Jaroslaw Lindner nach seinen Schulterproblemen. „Jaro hat sehr gut trainiert und ist schmerzfrei“, so Golombek.

Wie erwartet Lottes Trainer den Gegner? „Sie haben richtig gute Einzelspieler, vielleicht zu viele junge. Die Routine von Marc Andre Kruska und Rafael Kazior hat bislang nicht genügt“, sagt Golombek. Es gäbe aber trotz der 13 Punkte Rückstand aufs rettende Ufer keinen Werderaner, der keinen Bock mehr habe: „Jeder von ihnen will sich anbieten – für die Erste oder einen neuen Klub. Und mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt noch möglich.“

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Was fordert Golombek von seiner Mannschaft? „Lässt man Werders schnellen Spielern Platz, haben sie Spaß“, weiß Golombek. „Wir müssen unbedingt so konzentriert und konsequent agieren wie in den ersten 20 Minuten gegen Chemnitz.“

Wie haben die Sportfreunde trainiert? Direkt nach dem Sieg über Chemnitz war die Erleichterung riesig. „Und alle waren geschafft, was nach dieser großen Anspannung auch normal ist“, so Lottes Coach. Doch mit dem Start in die neue Trainingswoche sei die Spannung im Training wieder groß gewesen. „Keiner ruht sich aus. Alle wissen, dass wir noch lange nicht durch sind.“

Wie viele Punkte braucht Lotte noch bis zum Klassenerhalt? „Wer will das konkret einschätzen“, lautet Golombeks Gegenfrage. „Wir wollen die nötigen Zähler so früh wie möglich holen. Wir wollen vor dem letzten Spiel zuhause gegen Magdeburg nicht unter Druck stehen.“

Wie geht es aus? Beim 2:0 sammelt Lotte vor dem Pokalhalbfinale am Mittwoch zuhause gegen den TuS Erndtebrück Selbstvertrauen.

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Samstag, 14 Uhr: SF Lotte – Werder Bremen U23 (32. Spieltag)

So könnten sie spielen

SF Lotte: 1 Buchholz – 23 Langlitz, 5 Rahn, 16 Straith, 2 Schulze – 3 Wendel, 15 Heyer – 24 Lindner, 20 Pires-Rodrigues, 11 Oesterhelweg – 29 Wegner.

In Reserve: 33 Zummack (ETW), 4 Rossmann, 8 Dej, 9 Facklam, 14 Hober, 28 Putze, 22 Hohnstedt.

Es fehlen: Freiberger (Innenbanddehnung im Knie), Piossek, Neidhart (beide Aufbautraining), Rosinger (Adduktorenabriss), Haitz (Hüfte), Gorschlüter (Karriereende), Fernandez, Brock, Atalan (alle nicht im Kader).

Werder Bremen U23: 43 Oelschlägel – 21 Eggersglüß, 26 Vollert, 5 Volkmer, 36 Jacobsen – 23 Barry, 25 Wagner, 20 Kruska, 7 Jensen – 24 J. Eggestein, 32 Kazior.

Schiedsrichter: Pascal Müller (Löchgau) leitete in dieser Spielzeit bereits das Hinspiel beider Mannschaften (1:1) sowie das Bremer 1:1 zu Hause gegen Hansa Rostock.

Zuschauer: 1500 Zuschauer werden erwartet. Ob darunter auch Bremer Anhänger sind, muss sich zeigen.

Liveticker: auf noz.de/sfl. – Livestream: auf telekom-sport.de (für Abo-Kunden).

Nächstes Spiel: am Mittwoch (4. April, 19 Uhr) Halbfinale im Westfalenpokal gegen den TuS Erndtebrück.