Fan zeigt Schiedsrichter an Einspruch und Aufarbeitung – Chemnitz im Clinch mit Kempkes

Von Luis Rewwer

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War nicht immer einverstanden mit der Schiedsrichter-Leistung: Daniel Frahn. Foto: Manfred MrugallaWar nicht immer einverstanden mit der Schiedsrichter-Leistung: Daniel Frahn. Foto: Manfred Mrugalla

Osnabrück. Am Samstag besiegte Drittligist Sportfreunde Lotte im Abstiegsduell des 31. Spieltags den Chemnitzer FC und sicherte sich wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die aus Chemnitzer Sicht äußerst fragwürdige Schiedsrichter-Leistung beschäftigt die Verantwortlichen noch heute und sorgte in den vergangenen Stunden für Schlagzeilen.

Bei dem 3:1-Sieg der Sportfreunde über den abstiegsbedrohten Chemnitzer FC stand vor allem ein Mann im Fokus: Schiedsrichter Benedikt Kempkes. Nach knapp einer Stunde verwies der Referee Chemnitz-Stürmer Daniel Frahn wegen Schiedsrichter-Beleidigung vom Feld. Kurz vorher war schon Chemnitz-Coach David Bergner vom Unparteiischen auf die Tribüne verbannt worden. Darüber hinaus sorgte Kempkes mit weiteren Entscheidungen zu Ungunsten des Tabellenachtzehnten für Unmut unter den Anhängern. Der Verein sieht sich benachteiligt, weshalb die Verantwortlichen nun eine Aufarbeitung der Schiedsrichter-Leistung von Kempkes fordern.

„Die Leistung und die Entscheidungen des Schiedsrichters waren sehr unglücklich und zum Nachteil unserer Mannschaft. Die Tatsache der vielen Fehlentscheidungen können wir nicht einfach so hinnehmen“, sagte Sportvorstand Steffen Ziffert in einer Vereinsmitteilung. „Wir fordern eine Stellungnahme und die Aufarbeitung der Schiedsrichter-Leistung.“ Der CFC hat bereits beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) offiziell Beschwerde eingereicht.

Kempkes gesteht Fehler ein

„Weder lag in der 44. Minute ein Foulspiel, noch ein Handspiel vor. Das habe ich einfach komplett falsch wahrgenommen“, gab der Schiedsrichter gegenüber „ig-schiedsrichter.de“ zu. „Mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hätte man die beiden Platzverweise sicherlich vermeiden können.“

Einspruch gegen Sperre

Daniel Frahn war nach der Gelb-Roten Karte aufgrund abfälligerer Äußerungen gegenüber Kempkes nun vom DFB für ein weiteres Spiel gesperrt worden. Der Chemnitzer FC akzeptiert die Zwei-Spiele-Sperre nicht und legte infolgedessen Einspruch ein. „Der Chemnitzer FC hat diesem Urteil nicht zugestimmt. Somit ist es noch nicht rechtskräftig“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Welche Folgen der Einspruch hat, ist nach derzeitigem Stand offen.

Daniel Frahn: Aufstiegsheld droht der erste Abstieg

Fan zeigt Kempkes an

Als wäre der Ärger um den Schiedsrichter nicht schon genug, soll der Staatsanwaltschaft Chemnitz nun auch noch eine Anzeige gegen den 32-Jährigen vorliegen. Offenbar habe ein Chemnitz-Fan Kempke eine Spielmanipulation vorgeworfen. „Uns liegt seit gestern eine entsprechende Anzeige vor. Diese wurde heute an das zuständige Dezernat weitergeleitet“, bestätigte Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart auf Anfrage von „liga3-online.de“. Ob die Ermittlungen auch aufgrund von möglicherweise fehlenden Beweisen überhaupt aufgenommen werden, ist noch unklar.


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