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Chemnitz-Chaoten reißen Zaun ein Keine Verletzten bei Ausschreitungen in Lotte

Von Christoph Schillingmann und Christian Hesse

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Lotte. Bei den Ausschreitungen im Gäste-Block während des 3:1-Sieges der gastgebenden Sportfreunde Lotte über den Chemnitzer FC in der 3. Fußball-Liga sind keine Personen verletzt worden. Das bestätigte die Polizei auf Nachfrage. Die Partie war in der zweiten Halbzeit für zwölf Minuten unterbrochen.

Chemnitz-Chaoten hatten in der zweiten Halbzeit versucht, einen Zaun durch Rütteln zu durchbrechen. Sie lösten ein Element und aus der Verankerung und versuchten, auf den Platz zu kommen. Sicherheitskräfte und Polizei verhinderten einen Platzsturm, indem sie die Chaoten zurück in den Block drängten. Dabei hat die Polizei nach eigenen Angaben auch Pfefferspray eingesetzt.

Anhänger aus Chemnitz versuchen den Platz zu stürmen. Foto: osnapix

Was war passiert? Die Partie zwischen den beiden Teams aus Lotte und Chemnitz verlief fair. In der ersten Halbzeit gab es keine großen Aufreger. Schiedsrichter Benedikt Kempkes hatte das Spiel im Griff. Auch nach dem Seitenwechsel lief das Spiel zunächst ohne große Aufregung weiter.

Bis zur 54. Spielminute: SFL-Spieler Alexander Langlitz brachte den Chemnitzer Spieler Tom Baumgart im Strafraum zu Fall. Der Unparteiische entschied auf Handspiel des CFC-Spielers und somit auf Freistoß für Lotte. Darüber regte sich der Gäste-Coach so dermaßen auf, dass ihn der Referee auf die Tribüne schickte (55.). Vier Minuten später leistete sich Chemnitz-Angreifer Daniel Frahn ein verbales Schamützel mit Kempkes, der dem Stürmer daraufhin innerhalb von Sekunden die Ampelkarte zeigte. Das brachte die Stimmung im Gäste-Block anscheinend zum Überkochen, woraus die Unterbrechung resultierte.

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Kempkes sprach mit den Kapitänen beider Teams über die Situation, die zur Unterbrechung geführt hatte. „Er hat uns vor dem Wiederbeginn gesagt, dass wenn die Situation noch einmal so brenzlig werden würde, müsste er das Spiel komplett abbrechen“, sagte der Lotter Tim Wendel. SFL-Trainer Andreas Golombek kritisierte: „Nach der Halbzeit kommen die Ausschreitungen von den Zuschauern, was natürlich keiner sehen will. Wir wollen Fußball spielen. Es kann nicht sein, dass Leute da irgendwo die Zäune einreißen.“


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