Noch vier Punkte auf Abstiegszone Lotter Vorsprung schmilzt nach 0:1-Pleite in Halle

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Zu spät kommt Matthias Rahn (links) im Kopfduell mit Halles Mathias Fetsch. Foto: Manfred MrugallaZu spät kommt Matthias Rahn (links) im Kopfduell mit Halles Mathias Fetsch. Foto: Manfred Mrugalla

Halle/Lotte. Die Sportfreunde Lotte befinden sich in der 3. Fußball-Liga in der Abwärtsspirale. Das Team von SFL-Trainer Andreas Golombek ist seit sieben Spielen ohne Sieg. Der Vorsprung auf die Abstiegszone ist nach dem 2:1 des Chemnitzer FC gegen Bremens U23 auf vier Punkte geschmolzen.

Nach dem 1:1 gegen den Karlsruher SC Anfang März betrug der Vorsprung der Sportfreunde auf Chemnitz acht Punkte. Dieser scheinbar beruhigende Vorteil ist zur Hälfte weg. Lotte holte seitdem keinen Punkt mehr, Chemnitz durch ein 1:1 gegen den Halleschen FC und den Sieg gegen die Werder-Talente vier. Zudem hat der CFC noch ein Nachholspiel gegen SV Wehen Wiesbaden.

Dej: Nicht gegen die Niederlage gestemmt

„Wir hätten uns gegen in Halle gegen einen direkten Konkurrenten ein bisschen Luft verschaffen können“, sprach Lottes Außenverteidiger Alexander Langlitz, der am Freitagabend die Kapitänsbinde trug, von einer bitteren 0:1-Niederlage. In der Schneeschlacht lief viel über Standards, wodurch auch der Hallenser Siegtreffer durch Klaus Gjasula fiel (17.). „Es war vor dem Spiel klar, dass Standards in dem Spiel ziemlich entscheidend sein können“, sagte Langlitz. Mannschaftskollege Kevin Pires-Rodrigues ergänzte: „Halle hat die erste Chance genutzt. Wir brauchen in jedem Spiel immer drei, vier Chancen“, bemängelte der Mittelfeldspieler die generelle Chancenverwertung der Sportfreunde.

Hingegen machte André Dej die Niederlage an einer anderen Sache fest. „So ein Spiel kann durch Mentalität entschieden werden. Das hat Halle besser gemacht. „Wir haben es nicht konsequent verteidigt.“ Dem 26-Jährigen hat darüber hinaus ein Aufbäumen gefehlt oder, dass sich das Team gegen die Niederlage gestemmt hätte. Pires-Rodrigues sprach dem HFC einen verdienten Sieg zu. „Halle hat die Zweikämpfe angenommen.“

Der Auftritt der Sportfreunde hat dem SFL-Obmann Manfred Wilke nicht gefallen. „Ich habe in Halle sehr viel Verbesserungspotenzial gesehen“, kritisierte Wilke die Einstellung, die die Spieler in dem Auswärtsspiel an den Tag gelegt haben. „Ja, es war kalt und ungemütlich. Aber Halle hat es zum Beispiel geschafft, fünf Doppelpässe am Stück zu spielen, weil sie sich bewegt haben.“ Auch in den Zweikämpfen hätten die Lotter in neun von zehn Fällen den Kürzeren gezogen. „Aber“, sagte Wilke weiter, „die Einstellung kann man ändern und die ganze Woche auf das nächste Spiel hinarbeiten.“ Da sei nun das gesamte Trainerteam um Chefcoach Andreas Golombek gefragt.

Lindners Verletzung „nicht gravierend“

Gespräche mit dem 49-Jährigen über eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus hat es laut Wilke noch nicht gegeben. „Dafür haben wir im Moment keine Zeit.“ Der Fokus liege auf den kommenden Spielen gegen Chemnitz, Bremen, Großaspach und gegen Erfurt.

Davon ist das nächste Spiel am Samstag, 24. März, vor heimischer Kulisse gegen den CFC wahrscheinlich das Wichtigste. „Da können wir einen Befreiungsschlag landen. Ich hoffe, dass wir das nutzen können“, sieht Langlitz das Kellerduell als eine große Chance. In der Partie kann voraussichtlich auch Flügelspieler Jaroslaw Lindner mitwirken. Der 29-Jährige musste in Halle ausgewechselt werden. Die Schulterverletzung ist „nicht so gravierend. Ich gehe davon aus, dass er spielen kann“, sagte Wilke.


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