Vor den Wochen der Wahrheit Sportfreunde Lotte: „Wir haben genug Qualität und Charakter“

Von Christian Hesse

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Lotte. Bis zum 0:1-Rückstand (38.) hatte Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte im Heimspiel (0:2) den Aufstiegskandidaten Fortuna Köln auf überschaubarem Niveau ordentlich im Griff. Köln nutzte den ersten großen Lotter Fehler, danach schwächte sich Lotte durch eine Ampelkarte, zudem vergab Maximilian Oesterhelweg die Riesenchance zum 1:1.

„So ein Spiel muss man nicht verlieren“, ärgerte sich SFL-Spielmacher Kevin Pires-Rodrigues nach der sechsten sieglosen Partie in Serie. Vor den Wochen der Wahrheit mit den Duellen am kommenden Freitag mit dem Halleschen FC (Tabellen-14.) und anschließend Chemnitzer FC (18.), Werder Bremen U23 (19.), SG Sonnenhof Großaspach (16.) und Rot-Weiß Erfurt (20.) beträgt der SFL-Vorsprung auf Chemnitz auf dem ersten Abstiegsrang noch sieben Zähler. Chemnitz hat zudem ein Nachholspiel in der Hinterhand – jedoch zu Hause gegen den derzeit überaus starken SV Wehen Wiesbaden. „Wir unterschätzen die Tabellensituation nicht. Wir haben immer noch alles in unseren Händen. Jetzt kommen die wichtigen Spiele“, betont Adam Straith.

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Den Unmut, den einige Fans nach dem Abpfiff äußerten, kann der Abwehrchef „schon etwas verstehen. Klar: Die Fans sind verärgert, dass wir die letzten sechs Spiele nicht gewonnen haben. Solche Situationen sind aber im Fußball nun mal nicht unnormal.“ Jetzt müsse die Mannschaft bestmöglich mit dem Druck der Situation umgehen und alles andere zur Seite schieben. „Natürlich ist das keine schöne Situation. Aber wir haben genug Qualität und Charakter in der Mannschaft. Wir sind mental stark genug, um schon das nächste Spiel wieder erfolgreicher zu gestalten“, ist der Kanadier überzeugt.

In Halle punkten, dann gegen Chemnitz gewinnen: Diesen Plan zeigt derweil Pires-Rodrigues auf: „Wir müssen an die erste Halbzeit von Köln ansetzen und weiter Vollgas geben.“

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Das Team habe seit Wochen ein Problem, sagt indes Moritz Heyer: „Dass wir zu wenig Tore aus unseren Chancen machen. Wir wissen nicht genau, woran es liegt, sonst würden wir es sofort abstellen.“ Der Mittelfeldabräumer fordert: „Wir müssen vielleicht einfach wieder gieriger werden, das Tor unbedingt machen zu wollen.“

Derweil ärgerte sich sein Nebenmann Tim Wendel über die Ampelkarte, die er kurz nach der Pause beim Stand von 0:1 kassierte. „Ich habe im ganzen Spiel nur drei Fouls begangen. Die erste Gelbe Karte hätte er mir nicht geben müssen. Ich finde, dann ist die Hinausstellung eine Frechheit. Da muss man als Schiedsrichter ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl zeigen. So entscheidet der Schiedsrichter das Spiel.“

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Das alles passe laut dem Kapitän ins Bild: „Es ist im Moment eine Mischung bei uns: Wir haben kein Glück, dann echtes Pech, aber zeigen auch Unvermögen. Wir haben in Unterzahl die Riesenchance zum Ausgleich, vergeben diese – und kassieren im Gegenzug prompt das 0:2.“

Im Gegensatz zu Straith hielt sich Wendels Verständnis für die Pfiffe und Rufe mancher Fans in Grenzen: „Wir verlieren doch nicht extra. Wir sind noch immer der kleine Dorfverein, der wir auch letzte Saison noch waren.“ In der Hinrunde habe es neben dem Platz so viel Unruhen mit den Trainerwechseln gegeben. So etwas nehme ein Team wirklich mit: „Auch deswegen ist in dieser Saison alles nicht so einfach hier.“

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