SFL-Coach kritisiert Erwartungshaltung Golombek: Klassenerhalt wäre wie Meisterschaft

Von Luis Rewwer

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Trainer Andreas Golombek kritisiert die zu hohe Erwartungshaltung. Foto:Manfred MrugallaTrainer Andreas Golombek kritisiert die zu hohe Erwartungshaltung. Foto:Manfred Mrugalla

Osnabrück. Der Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte steckt nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Serie im Abstiegskampf. Lotte-Trainer Andreas Golombek kritisierte derweil auf der Spieltagskonferenz vor der Partie gegen Fortuna Köln die aus seiner Sicht zu hohe Erwartungshaltung von Verein, Presse und Umfeld.

Golombek spürt die Nervosität rund um den Verein nach den nicht zufriedenstellenden Ergebnissen der letzten Wochen, verriet der Trainer am Freitagnachmittag. Diese kann der 49-Jährige nur bedingt nachvollziehen. „Wir müssen alle auf den Teppich kommen. Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass Lotte ein kleiner Verein ist, der im zweiten Drittligajahr naturgemäß bis zum Ende gegen den Abstieg kämpft“, sagte der Coach.

„Als ich gekommen bin, sagte man mir: ‚Deine Aufgabe ist der Klassenerhalt‘“, so der Trainer. „Das Problem ist, dass hier zu hohe Erwartungen an den Tag gelegt werden – die Pokalspiele gegen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund sind Vergangenheit. Unser Gegner heißt jetzt Fortuna Köln“, sagte Golombek und erinnert an die Situation im vergangenen ersten Jahr der Lotter in der 3. Liga: „In der letzten Saison retteten Lotte vier Punkte vor dem Abstieg. Hätte die Saison noch länger gedauert, wäre es noch knapper geworden.“

Die zweite Drittliga-Saison ist immer schwierig

Hier finden Sie unsere Vorschau auf das Heimspiel von SF Lotte gegen Fortuna Köln >>

Eine gute Leistung wie vom Aufsteiger Lotte in der Vorsaison in der darauffolgenden Spielzeit zu bestätigen, sei doch immer schwierig. „Jetzt haben wir acht Punkte Vorsprung und noch zehn Spiele. Trotzdem wird alles schlecht gemalt. Es sind noch genug Spiele, um genug Punkte zu holen.“

„Das aktuelle Ziel ist, sich in der 3. Liga zu integrieren“, sagte Golombek. Die Statistik – vier Trainer in einer Saison zu haben bedeutet in aller Regel den Abstieg – spräche zwar nicht für Lotte. Dennoch gibt sich der Trainer optimistisch: „Wir steigen nicht ab. Diese Mannschaft wird die Klasse halten.“ Gerade zuhause sei seine Mannschaft unter ihm stark und erfolgreich aufgetreten. „Wir haben nur gegen den VfL Osnabrück verloren. Und das war auch noch unglücklich“, betont er.

Klassenerhalt wie Meisterschaft

„Wir müssen alle mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Mit diesen Möglichkeiten, die der Verein hat, wäre der Klassenerhalt wie eine Meisterschaft. Es kann sein, dass wir bis zum letzten Spieltag zittern müssen. Wenn wir am 12. Mai über dem Strich stehen, haben wir alles erreicht. Dann schenke ich jedem Spieler eine von mir gebastelte Meisterschale“, sagte Golombek.

Torjäger fehlt

Ein Grund für den Abstiegskampf der Lotter sieht der Trainer im Abgang von Top-Stürmer Hamadi Al Ghaddioui, der den Verein in der Winterpause Richtung Regensburg verlassen hatte. „Der KSC hat Schleusener, die Fortuna Keita-Ruel, Wehen hat Schäffler und Magdeburg Christian Beck. Wenn die für drei Spiele fehlen, würden ihre Mannschaften auch Probleme bekommen. Was uns fehlt, ist schlicht und ergreifend ein echter Torjäger.“

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