Langlitz und die letzte Minute Fragwürdiger Freistoß leitet Lottes Niederlage ein

Von Micha Lemme

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Aus diesem Laufduell zwischen Lottes Alexander Langlitz (rechts) und Wiesbadens Agyemang Diawusie entstand der spielentscheidende Freistoß. Foto: imago/Jan HuebnerAus diesem Laufduell zwischen Lottes Alexander Langlitz (rechts) und Wiesbadens Agyemang Diawusie entstand der spielentscheidende Freistoß. Foto: imago/Jan Huebner

mile Wiesbaden. In der Nachspielzeit haben die Sportfreunde Lotte mit 1:3 beim SV Wehen Wiesbaden verloren. Auch am Tag danach haderten die Lotter damit, dass der spielentscheidende Freistoß aus ihrer Sicht mindestens fragwürdig war.

Exakt 90 Minuten waren gespielt, als Wehen Wiesbadens Agyemang Diawusie im Zweikampf mit Lottes Alexander Langlitz nahe der Grundlinie zu Boden ging. Schiedsrichter Asmir Osmanagic entschied beim Stand von 1:1 auf einen fragwürdigen Freistoß, den Manuel Schäffler Sekunden später nach Flanke von Alf Mintzel per Kopf ins Tor wuchtete. Lotte war geschlagen und verlor das Drittliga-Spiel beim SV Wehen Wiesbaden durch ein weiteres Gegentor in der Nachspielzeit noch mit 1:3.

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Golombek: Nie und nimmer ein Foul

„Ich weiß wirklich nicht, ob man da Foul pfeifen muss“, meinte Langlitz, der die Sportfreunde in Vertretung von Tim Wendel als Kapitän aufs Feld führte. „Wir haben nicht mit letzter Konsequenz verteidigt. Aber Diawusie wollte auf jeden Fall nur den Freistoß haben“, machte er klar. Langlitz hatte den Angreifer leicht gehalten und minimal am Fuß berührt.

Lottes Trainer Andreas Golombek war ob der letztlich spielentscheidenden Szene in der Schlussminute auch mit einem Tag Abstand noch verärgert: „Das war nie und nimmer ein Foul. Aber vielleicht gleichen sich solche Entscheidungen im Laufe einer Saison irgendwann noch mal aus.“

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2018 erst ein Punkt auf fremdem Platz

Seine Mannschaft hatte sich für eine deutliche Leistungssteigerung im zweiten Durchgang mit dem Ausgleich durch Jaroslaw Lindner belohnt (70.) und durfte in Überzahl nach dem Platzverweis gegen Wehens Robert Andrich (71.) sogar vom Auswärtssieg träumen. Am Ende fuhren die Sportfreunde jedoch wieder einmal ohne Punkt nach Hause.

Aus vier Partien auf fremdem Platz holte Lotte im Jahr 2018 bislang nur ein Unentschieden. „Das tut natürlich weh. Wehen ist eine Topmannschaft. Da wäre ein Punkt wunderbar gewesen“, gestand Golombek und fügte hinzu: „Jetzt müssen wir die Jungs wieder aufbauen und am Samstag gegen Fortuna Köln die Punkte wieder holen.“

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„Die Welt ist ja nicht untergegangen“

Trotz der Niederlage haben die Sportfreunde noch einen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. „Die Welt ist nach diesem Spiel in Wehen ja nicht untergegangen. Wir müssen nicht so tun, als ob wir drei Punkte unter dem Strich stehen würden“, stellte Golombek klar. Langlitz stimmte mit seinem Trainer angesichts der noch ausstehenden zehn Partien überein: „Unser Ziel muss es sein, die Saison ruhig und sicher über die Bühne zu bringen und den Abstand nach unten mindestens zu halten.“

Langlitz: Auf einem Level, das ich von mir verlange

Bisher sei es auch für ihn persönlich ein schweres Jahr gewesen, gestand der Außenverteidiger, der unter Ex-Trainer Marc Fascher nicht zum Stammpersonal zählte. „Aber jetzt bin ich wieder auf einem Level, das ich auch selbst von mir verlange“, sagt Langlitz.


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