Aus der Not eine Tugend gemacht 1:1 – Lotter Rumpfkader bietet dem Karlsruher SC die Stirn

Von Christoph Schillingmann, Christian Detloff und Daniel Brickwedde

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Lotte. Die Sportfreunde Lotte haben sich in der 3. Fußball-Liga 1:1 vom Karlsruher SC getrennt. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von SFL-Trainer Andreas Golombek holte vor 1699 Zuschauern einen verdienten Punkt gegen den KSC.

Nach der 0:3-Pleite in Unterhaching musste Golombek personell ordentlich durchwechseln. In der Innenverteidigung spielte Maximilian Rossmann für Matthias Rahn, der nach seiner Gelb-Roten Karte fehlte. Für die gelbgesperrten Michael Schulze, Moritz Heyer und Kevin Pires-Rodrigues begannen Alexander Langlitz hinten rechts sowie Marco Hober und André Dej im Mittelfeld. Vorne ersetzte der wiedergenesene Maximilian Oesterhelweg Kevin Freiberger (Innenbanddehnung im Knie). Im Sturmzentrum spielte Bernd Rosinger für Mats Facklam.

In Auswärtstrikots

Den Sportfreunden war der personelle Engpass in der ersten Halbzeit nicht anzumerken. Gerade in der Anfangsphase suchten die in roten Auswärtstrikots spielenden Hausherren den Weg mutig in die Offensive. Das wurde prompt mit der ersten Chance belohnt. Rosinger schickte Jaroslaw Lindner auf dem rechten Flügel. Der 29-Jährige zog aus der Drehung ab und forderte KSC-Torhüter Benjamin Uphoff so zu einer Parade (3.).

Die Golombek-Elf spielte in der Folge aus einer sicheren defensiven Grundordnung heraus nach vorne. Vor allem der fleißige Hober, dem nicht alles gelang, holte sich den Ball im Spielaufbau weit hinten ab und versuchte sich als Gestalter. Auch, weil Dej eher als hängende Spitze als defensiver Mittelfeldspieler fungierte. (Der Liveticker zum Nachlesen)

Schleusener eiskalt

Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte Oesterhelweg. Einen langen Ball vom fleißigen Hober erreichte der linke Außenstürmer gerade noch mit der Stiefelspitze. Doch Uphoff riss soeben noch seinen Arm hoch (25.). Bei beiden Mannschaften überzeugte in der ersten Hälfte die Defensive, in der Offensive fehlte sowohl beim KSC als auch bei Lotte die Durchschlagskraft.

Bis zur 50. Spielminute, als sich die Sportfreunde über mehrere Stationen in den Strafraum kombinierten. Den finalen Pass spielte Dej auf Lindner, der den Ball aus kurzer Distanz an Uphoff vorbei ins Tor beförderte. Elf Minuten später wechselten die beiden Lotter Spieler ihre Rollen: Lindner flankte den Ball in die Mitte, wo Dej einen Schritt zu spät kam (61.). Das hätte das 2:0 sein können.

In den letzten 20 Minuten wurde der KSC offensiver. Lotte formierte sich vor dem eigenen Strafraum, warf sich in jeden Schuss und lauerte auf Konter. Doch die Verteidigung hielt nicht stand, sodass der KSC noch zum Ausgleich durch Fabian Schleusener kam (80.).

In der ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften sehr abwartend, wobei Lotte das Tor mehr wollte als Karlsruhe. Nach der Pause sah es zunächst nach einem Heimsieg aus. Jedoch reichten den Gästen starke zehn Minuten, um doch einen Punkt aus Lotte zu entführen.


SF Lotte: 1 Buchholz – 23 Langlitz, 4 Rossmann, 16 Straith, 22 Hohnstedt – 3 Wendel, 8 Dej (87. 9 Facklam), 14 Hober – 24 Lindner (81. 29 Wegner), 11 Oesterhelweg – 10 Rosinger.

In Reserve: 33 Zummack (ETW), 7 Brock, , 21 Atalan.

Es fehlten: Rahn (Gelb-Rot-Sperre) Schulze, Heyer, Pires-Rodrigues (alle Gelbsperre), Freiberger (Innenbanddehnung), Gorschlüter (Karriereende), Piossek (Reha nach Achillessehnenriss), Haitz (Hüfte), Neidhart (Kahnbeinbruch), Fernandez, Putze (Grippe).

Karlsruher SC: 32 Uphoff – 25 Föhrenbach, 5 Pisot, 3 Gordon, 35 Bader – 10 Wanitzek, 8 Mehlem – 23 Muslija (64. 27 Stroh-Engel), 7 Lorenz (64. 21 Thiede) – 24 Schleusener, 30 Fink.

Tore: 1:0 Lindner (50., Rechtsschuss, Vorarbeit von Dej), 1:1 Schleusener (80., Vorarbeit von Fink).

Gelb: 27. Wendel (7. Verwarnung), 70. Langlitz (6.)/87. Thiede.

Schiedsrichterin: Riem Hussein (Bad Harzburg).

Zuschauer: 1699.

Nächste Spiele: Am Dienstag (6. 3., 19 Uhr) bei Wehen Wiesbaden; am Samstag (10. 3., 14 Uhr) gegen Fortuna Köln; am Freitag (16. 3., 19 Uhr) beim Halleschen FC.

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