Große Personalsorgen vor Karlsruhe-Duell Sportfreunde Lotte: Nur 14 Feldspieler im Kader

Von Christoph Schillingmann und Christian Detloff

Meine Nachrichten

Um das Thema SF Lotte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ist dabei: Der Einsatz von Maximilian Oesterhelweg (rechts, im Heimspiel gegen den VfR Aalen) war lange fraglich. Foto: Manfred MrugallaIst dabei: Der Einsatz von Maximilian Oesterhelweg (rechts, im Heimspiel gegen den VfR Aalen) war lange fraglich. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte muss am Freitag (19 Uhr) ohne einige Stammkräfte gegen das Team der Stunde, den Karlsruher SC, antreten. SFL-Trainer Andreas Golombek stehen nur 14 Feldspieler zur Verfügung.

Ist das Spiel wegen des Wetters gefährdet? Nein. Die Rasenheizung im Frimo-Stadion läuft seit mehr als einer Woche und sorgt dafür, dass der Boden nicht gefroren ist.

Wie sieht es personell aus? Matthias Rahn fehlt den Sportfreunden nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Unterhaching genauso wie Moritz Heyer, Kevin Pires-Rodrigues und Michael Schulze (alle Gelbsperre). Für das Quartett könnten Maximilian Rossmann, André Dej, Marco Hober und Alexander Langlitz in die Startelf rücken. Joshua Putze und Benedikt Fernandez fehlen indes wegen eines grippalen Infektes. Kevin Freiberger ist derweil wegen einer Innenbanddehnung im rechten Knie nicht dabei. Somit haben die Sportfreunde nur 16 Mann im Kader – inklusive zwei Torhüter und Mittelfeldspieler Zidane Atalan, der nach seinem Wechsel im letzten Sommer bislang noch keine Rolle spielte. Der Einsatz von Alexander Langlitz war ebenso wie der von Maximilian Oesterhelweg lange fraglich, beide sind jedoch einsatzbereit.

Was verlangt Golombek von seinen Spielern? Der SFL-Trainer fordert mannschaftliche Geschlossenheit. „Es geht nicht um den einzelnen Spieler, sondern darum, nicht da unten reinzurutschen. Jeder sollte den Verein und das Team sehen“, sagte Golombek. Jeder Spieler müsse an seine Grenzen gehen, jeder Spieler muss hinter den Ball arbeiten. „Dann gewinnt man Spiele“, appelliert der SFL-Coach an die Einstellung: „Jeder muss bereit sein, zu laufen, zu kämpfen und alles zu geben.“

Wie erwartet Golombek den KSC? „Vielleicht stellen sie sich hinten rein oder sie beginnen mit drei Spitzen. Wir müssen aber auf alles gefasst und flexibel sein“, sagt Golombek. Obwohl die Karlsruher in den vergangenen 15 Spielen nicht verloren haben, sieht der SFL-Coach eine Chance. Der KSC habe gegen Mannschaften, die nicht so weit oben stehen, nicht gewonnen. „In Münster, Jena und Osnabrück haben sie nur einen Punkt geholt. Das zeigt, dass man auch gegen eine Mannschaft wie Karlsruhe punkten kann“, ist der 49-Jährige optimistisch. Jede Mannschaft könne in dieser 3. Liga jeden schlagen.

Ist sonst noch was? Die Spieler des KSC werden – wie schon vor dem Spiel gegen den VfL Osnabrück – am Freitag bei den Basketballern des Osnabrücker Turnerbundes „anschwitzen“ und ein paar Körbe werfen.

Und wie geht es aus? Lotte verliert knapp mit 0:1.


Freitag, 19 Uhr: SF Lotte – Karlsruher SC (27. Spieltag der 3. Liga)

So könnten sie spielen

SF Lotte: 1 Buchholz – 23 Langlitz, 4 Rossmann, 16 Straith, 22 Hohnstedt – 3 Wendel, 8 Dej, 14 Hober – 24 Lindner, 11 Oesterhelweg – 10 Rosinger.

In Reserve: 33 Zummack (ETW), 7 Brock, 9 Facklam, 29 Wegner, 21 Atalan.

Es fehlen: Rahn (Gelb-Rot-Sperre) Schulze, Heyer, Pires-Rodrigues (alle Gelbsperre), Freiberger (Innenbanddehnung im rechten Knie), Gorschlüter (Karriereende), Piossek (Reha nach Achillessehnenriss), Haitz (Hüfte), Neidhart (Kahnbeinbruch), Fernandez, Putze (Grippe).

Karlsruher SC: 32 Uphoff – 25 Föhrenbach, 5 Pisot, 3 Gordon, 35 Bader – 10 Wanitzek, 8 Mehlem – 23 Muslija, 7 Lorenz – 24 Schleusener, 30 Fink

Schiedsrichter: Riem Hussein (Bad Harzburg) leitet ihre 17. Drittliga-Partie und pfeift Lotte zum ersten Mal.

Zuschauer: Etwa 1800 Zuschauer werden erwartet, darunter etwa 500 aus Karlsruhe.

Liveticker: Liveticker auf noz.de/sfl. - Livestream: auf telekom-sport.de (für Abo-Kunden).

Nächste Spiele: Am Dienstag (6. 3., 19 Uhr) bei Wehen Wiesbaden; am Samstag (10. 3., 14 Uhr) gegen Köln; am Freitag (16. 3., 19 Uhr) beim Halleschen FC.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN