Nach Last-minute-Niederlage von SF Lotte Heyer: Ärger über den Elfmeter größer als die Freude übers Tor

Von Christian Detloff

Traf zum 1:1: Moritz Heyer (weißes Trikot). Foto: MrugallaTraf zum 1:1: Moritz Heyer (weißes Trikot). Foto: Mrugalla 

Lotte. Tief enttäuscht schlich Moritz Heyer vom Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte nach der spät kassierten 2:3-Derbyniederlage gegen den VfL Osnabrück vom Platz. Anschließend stellte sich der einst in der VfL-Jugend ausgebildete Mittelfeldspieler den Journalistenfragen.

Herr Heyer, wie bitter ist die späte Derbypleite?

Diese Niederlage hinterlässt bei mir ein richtiges Scheiß-Gefühl. Gerade in den Derbys will man doch unbedingt gewinnen – erst recht nach unseren drei sieglosen Duellen mit dem VfL zuvor. Und eigentlich haben wir heute doch einen ordentlichen Auftritt abgeliefert. Deshalb sollten wir bestenfalls auch gar nicht so lange über diese vermeidbare 2:3-Niederlage grübeln.

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Am ersten Lotter Rückstand und am 1:1-Ausgleich waren Sie jeweils unmittelbar beteiligt…

Wir haben heute leider vermeidbare Gegentore kassiert. Da nehme ich mich auch voll mit in die Verantwortung. Vor dem Elfmeter zum ersten Rückstand hat Danneberg es einfach clever gemacht. Er läuft im Strafraum quasi in mich hinein, ich treffe ihn dann – die Strafstoß-Entscheidung geht leider in Ordnung.

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Waren Sie vier Minuten später – nach Ihrem Ausgleichstreffer – umso erleichterter?

Nein, der Ärger über den von mir verursachten Elfmeter ist größer als die Freude danach über meinen Treffer. Das 1:1 war ein kleiner Trost für mich, mehr nun aber auch nicht.

Vor dem Derby gegen den VfL Osnabrück in Lotte: Platz verkleinert, Eis ausgesperrt >>

Auch auf den zweiten Rückstand hat Lotte gut reagiert und nur noch eine Chance zugelassen – zum 2:3.

So ist es – einfach bitter. Wir müssen dieses Spiel einfach nicht verlieren. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass es nach dem schon kuriosen Gegentreffer zum 1:2 noch eine weitere halbwegs brenzlige Situation in der Nähe unseres Tores gegeben hätte. Aber das galt dann leider nur bis zur Nachspielzeit. Generell haben wir vor allen drei Gegentoren vermeidbare Fehler gemacht. In der Folge haben wir jetzt zum vierten Mal gegen den VfL Osnabrück nicht gewonnen. Dabei wäre ein Derbysieg doch so schön gewesen – in diesem Falle sogar noch mehr für das Gefühl als für die Tabelle.