Am Sonntag ist VfL Osnabrück zu Gast Lotte-Trainer lässt sich vor Derby nicht in die Karten gucken

Von Daniel Brickwedde

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Andreas Golombek bestreitet am Sonntag sein erstes Derby als Trainer gegen die VfL-Profimannschaft. Foto: Mrugalla, ManfredAndreas Golombek bestreitet am Sonntag sein erstes Derby als Trainer gegen die VfL-Profimannschaft. Foto: Mrugalla, Manfred 

Osnabrück. Am Sonntag (14 Uhr, Frimo-Stadion) ruft das Derby zwischen den Sportfreunden Lotte und dem VfL Osnabrück. Lotte-Trainer Andreas Golombek hält sich vor der Begegnung allerdings bedeckt und betreibt Understatement: „Lotte ist ein kleiner Verein“. „Respekt" habe der VfL dennoch, glaubt Golombek.

Zuviel will Andreas Golombek nicht sagen vor dem Derby gegen den VfL Osnabrück. Zumindest wenig Konkretes zum eigenen Ansatz oder zum Gegner. Die zuletzt überraschenden Personalwechsel und Taktiken von VfL-Trainer Daniel Thioune? „Da macht man sich schon Gedanken, ob das taktische Gründe hat oder der Erholung diente. Das macht es nicht einfach. Wir sind aber darauf vorbereitet und werden das besprechen“, sagt er knapp.

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Seine eigenen Überlegungen zum Auftritt seiner Mannschaft? „Wichtig ist, dass wir gewinnen. Im Fußball geht es um Ergebnisse, aber wir wollen auch ein gutes Spiel zeigen. In den letzten beiden Heimspielen haben wir gezeigt, dass wir einen Gegner beherrschen können. Wir gucken auf uns und was uns zuletzt ausgemacht hat“, sagt er weiter. Taktik, Stärken und Schwächen sowie Chancen der eigenen Mannschaft oder des VfL für das Derby? Golombek hält sich auf der Pressekonferenz bedeckt.

Lotte noch ohne Sieg gegen den VfL

Dabei ist das Spiel auch für den Trainer der Sportfreunde eine besondere Begegnung. 1991/92 und 1992/93 spielte er selber für die Lila-Weißen, eine „schöne Zeit“, wie Golombek zurückblickt. Die Partie am Sonntag wird sein erstes Duell als Trainer gegen die Profi-Mannschaft des VfL sein. „Meine Mutter hat mich heute Morgen beim Frühstück gefragt, ob ich aufgeregt oder nervös bin. Besonders aufgeregt bin ich aber noch nicht. Das kommt erst vor dem Spiel“, sagt er.

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Das Derby-Flair macht aber auch er bereits aus. „Die Hütte wird voll sein. Die Spieler kennen sich, einige Jungs haben auch für den VfL gespielt, da ist es immer etwas besonders ein Derby zu spielen“, fährt er fort. 7000 Zuschauer werden am Sonntag erwartet.

Wenig erfreulich fällt aber der Blick auf die vergangenen Derby-Begegnungen aus. In bislang drei Drittliga-Partien gelang Lotte weder ein Sieg noch ein Tor. „Jeder Serie reißt irgendwann“, kommentiert Golombek und verweist auf das Hinspiel an der Bremer Brücke, dass „Lotte auch hätte gewinnen können.“ Bei der 0:1-Niederlage war noch sein Vorgänger Marc Fascher im Amt.

„Vielleicht habe ich auch noch eine Idee oder Eingebung“

Was hingegen Mut macht, ist die gute Heimbilanz unter Golombek. Seitdem er im Oktober die Geschicke an der Seitenlinie übernahm, feierte Lotte drei Siege und ein Remis im heimischen Stadion. Zusätzlich liegen die Sportfreunde in der Tabelle drei Punkte vor dem VfL, eine Favoritenrolle will sich der Trainer aber nicht zustecken. Er spielt dabei auf die große Tradition des Gegners an und bemüht den „Klein-gegen-Groß“-Vergleich: „Der VfL ist der größere Verein, hat mehr Zuschauer, das größere Stadion und hat bereits in der 2. Liga gespielt. Lotte ist ein kleiner Verein.“ Dennoch glaubt er, dass „der VfL etwas Respekt hat, weil sie auch unsere Spiele verfolgt haben.“ Die vergangene Partie des VfL gegen den Karlsruher SC (0:0) am Mittwoch beobachtete er dabei vor dem Fernseher, drei Betreuer waren an der Bremer Brücke vor Ort.

Eine Option gegen Osnabrück könnte wieder Mittelfeldspieler André Dej sein. Nach überstanender Verletzung saß der 26-Jährige zuletzt zweimal nur auf der Bank. Golombek äußerte sich nun zu der Personalie: „Wenn man lange spielt, dann verletzt ist, und anschließend erstmal nicht mehr spielt, ist man beleidigt. Dann passt die Leistung nicht. Das habe ich ihm gesagt und die letzten Leistungen haben wieder gestimmt.“ Weitere Aussagen zum Personal lässt sich der 49-Jährige nicht entlocken. „In den letzten Einheiten waren deutlich mehr Tempo und Aggressivität drin, jeder will dabei sein“, sagt er lediglich und fügt an: „Vielleicht habe ich auch noch eine Idee oder Eingebung.“ Golombek will sich nicht in die Karten gucken lassen.


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