Den Wechsel nie bereut Lottes Heyer vor Wiedersehen mit VfL:„Der Wille entscheidet das Derby“

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2015 noch gegenspieler: Lottes Moritz Heyer (weißes Trikot) und Michael Hohnstedt (beim Kopfball), der im Sommer 2017 vom VfL Osnabrück zu den Sportfreunden wechselte. Foto: Manfred Mrugalla2015 noch gegenspieler: Lottes Moritz Heyer (weißes Trikot) und Michael Hohnstedt (beim Kopfball), der im Sommer 2017 vom VfL Osnabrück zu den Sportfreunden wechselte. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. In den letzten fünf Jahren als Jugendfußballer hatte Moritz Heyer, Mittelfeldspieler des Drittligisten Sportfreunde Lotte, seine Schuhe für den VfL Osnabrück geschnürt. „Eine schöne, ereignisreiche Zeit“, sagt der 22-Jährige, der sich 2014 gegen einen Vertrag für den Oberliga-Kader des VfL (U 21) und für den damaligen Regionalligisten SFL entschied. „Mich hatten das Neue und die höhere Klasse gereizt. Es war der richtige Schritt“, sagt Heyer vor dem Derby am Sonntag (14 Uhr, Frimo-Stadion).

Das zweite Jahr als B-Junior und beide A-Jugend-Jahre (53 Einsätze, stets in der Startelf) hatte Heyer auf Bundesligaebene gespielt: „Im letzten Jahr sind wir abgestiegen – ein bitterer Beigeschmack, den man nie vergisst“, so Heyer, der bei den Lila-Weißen von Alexander Ukrow, Thomas Kleine, Christian Flüthmann und Roland Twyrdy trainiert wurde. Vier seiner Mitspieler in der VfL-U-19 spielen jetzt ebenfalls in einer der drei höchsten deutschen Ligen: Pascal Stenzel (Bundesligist SC Freiburg), Nico Kijewski (Zweitligist Eintracht Braunschweig), Kamer Krasniqi (VfL Osnabrück) und Nico Neidhart als Lotter Mitspieler.

Zu dem besten Freund seiner VfL-Zeit hält er noch heute einen engen Kontakt: Marcel Ruschmeier, der im VfL-Kader noch auf seinen ersten Drittligaeinsatz wartet: „Bislang haben wir uns vor dem Derby noch nicht geneckt. Der ein oder andere Spruch dürfte in dieser Woche aber noch fallen“, sagt Heyer. Neben ihm haben aus dem SFL-Kader Neidhart, Michael Hohnstedt, Kevin Freiberger, der derzeit verletzte Marcus Piossek und Trainer Andreas Golombek eine VfL-Vergangenheit. Derweil spielt beim VfL Osnabrück mit Christian Groß mittlerweile nur noch ein Akteur, der einst das Lotter Trikot getragen hatte.

Im Gegensatz zu Neidhart, der in seinem zweiten Jahr als A-Junior zweimal von Claus-Dieter Wollitz bei den Profis eingewechselt wurde, spielte der Ostercappelner ein Jahr später unter Maik Walpurgig „nur“ in einem Testspiel und in einem Training bei den Profis vor: „Co-Trainer Ovid Hajou sagte mir damals, dass sie mich aufbauen wollen. Daraus wurde dann aber nichts.“

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Seine Anfänge als Fußballer hatte Heyer beim FCR Bramsche und dann beim TSV Wallenhorst, bei dem er unter anderen von seinem Vater Christian Heyer (50, zuletzt Trainer des TV Bohmte und vom FC Kalkriese) trainiert wurde. „Mein Vater hat meine Entwicklung nicht nur als Trainer beeinflusst, sondern auch als Fahrer zum VfL-Training und den Spielen“, ist der auf allen Defensivpositionen erprobte Mittelfeldspieler dankbar. Die VfL-Profis hatte er in seinen jüngeren Jugendjahren einige Male in der Ostkurve angefeuert. „Viele meiner Freunde waren aber noch größere VfL-Fans als ich“, sagt Heyer, der im ersten Halbjahr in Lotte unter Coach Michael Boris auch aus Verletzungsgründen noch keine Rolle spielte, dann aber unter Ismail Atalan seine bis heute beständige Weiterentwicklung startete. „Ismail und Joe Laumann haben mir Vertrauen geschenkt, mir aber auch gesagt, dass ich mich in fast allen Bereichen noch verbessern kann“, so Heyer.

Gesagt, getan. Auch unter Marc Fascher und jetzt unter Golombek behauptete er seinen Stammplatz. – keine Selbstverständlichkeit angesichts der großen Konkurrenz (Tim Wendel, André Dej, Kevin Pires-Rodrigues, Joshua Putze, Marco Hober) um die drei Mittelfeldpositionen. „Wir werden alle unsere Einsätze bekommen“, so Heyer.

Vor dem Duell mit dem VfL vermutet der Ostercappelner: „Wer den Sieg mehr will, wird ihn auch schaffen. Nachdem wir nun in drei Derbys nicht die schlechtere Elf waren und dennoch nur einen Punkt holten, wird es jetzt Zeit für einen Erfolg – auch für unsere Fans.“

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