Stärkste Testspielleistung zum Abschluss Lotte ist für den Auftakt gerüstet

SFL-Spieler Maximilian Oesterhelweg (rechts) im Zweikampf mit Bayers Stefan Kießling.Foto: Manfred MrugallaSFL-Spieler Maximilian Oesterhelweg (rechts) im Zweikampf mit Bayers Stefan Kießling.Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. Zum Abschluss der Restrunden-Vorbereitung zeigte sich Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte von seiner Schokoladenseite: Völlig verdient trennte sich SFL vom Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden.

. Kevin Pires-Rodrigues (23. Foulelfmeter) zum 0:1 und Charles Aranguiz (41.) trafen.  „In Zwolle war es zu wenig. Heute haben wir diszipliniert und ordentlich gespielt“, lobte Trainer Andreas Golombek: „Diese Leistung dürfen wir gerne mitnehmen.“ Die Generalprobe, in der Lotte erstmals in der Wintervorbereitung in der derzeit stärksten Besetzung antrat, brachte viele Erkenntnisse, die optimistisch stimmen.

Das SFL-Team ist topfit und bereit:  Von größeren Verletzungen blieben die Sportfreunde zuletzt verschont. In der ersten Hälfte schlug Lotte ein hohes Tempo an und war sich im Umschaltspiel für keinen Meter zu schade. Dann musste der Gast erwartungsgemäß einen Gang zurückschalten, aber er hielt Bayer (insgesamt nur drei Chancen) weiter clever vom eigenen Tor fern und war insgesamt sogar das etwas gefährlichere Team.

Lottes Abwehr steht:  Innenverteidiger Adam Straith ragte heraus. „Auch Matze Rahn hat neben ihm hervorragend gespielt“, so Golombek. An den Außenverteidigern Alexander Langlitz und Joshua Putze war kaum ein Vorbeikommen. Vor der Viererkette räumten Tim Wendel und Moritz Heyer resolut ab und schalteten sich nach Ballgewinnen flink in die Offensive ein. Diese Defensivleistung war alles andere als eine Selbstverständlichkeit, denn Leverkusen trat mit einer Offensivreihe (Mehmedi, Alario, Kießling, Pohjanpolo) an, die sich das Gros der Bundesligisten finanziell nicht leisten könnten. 

Es gibt Alternativen:  Da Michael Schulze (Grippe) und Michael Hohnstedt (Oberschenkelprobleme) auch in Leverkusen fehlten, agierte diesmal Putze als Linksverteidiger. „Er hat gezeigt, dass wir auf ihn bauen können. Ich hätte kein Problem, ihn dort auch gegen Zwickau einzusetzen“, sagte Golombek. Lindner glänzte als Rechtsaußen und scheint im Duell mit Kevin Freiberger die Nase vorn zu haben. Ebenso war Regisseur Kevin Pires-Rodrigues seine lange Verletzung kaum anzumerken. Bald hat er wieder André Dej (kurz vor Rückkehr ins Mannschaftstraining) neben sich. Marco Hober, ein weiterer Techniker für das zentrale Mittelfeld, gefiel als Einwechselspieler. Nur in der Angriffsmitte, wo Torjäger Hamadi Al Ghaddioui verkauft wurde und Max Wegner (Grippe) noch fehlt, ist Bernd Rosinger (mannschaftsdienlich gegen Bayer) derzeit konkurrenzlos. „Rose hat mir heute mit seiner Einsatzfreude gefallen. Schade, dass er seine Großchance nicht nutzte. Dennoch hat er sich aufgedrängt“, so Golombek. Der nachverpflichtete Mats Facklam saß indes am Samstag 90 Minuten auf der Bank.


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