Wer ist raus? GNTM 2015: Darya gedemütigt, Anu, Katha, Vanessa, Ajsa weiter!

Von Daniel Benedict | 11.05.2015, 01:13 Uhr

GNTM 2015: Darya wird im Halbfinale gedemütigt. Sie fliegt als Einzige raus und sieht Vanessa, Ajsa, Katharina und Anu ins Finale einziehen. Verständlich, aber auch gemein.

 GNTM 2015 geht unfair ins Finale: Heidi, Hayo und Joop demütigen Darya und schmeißen sie als Einzige im Halbfinale raus. (Hier sind alle hässlichen Details nachzulesen.) Warum ist das so gemein?

Wer sind die Finalistinnen von GNTM 2015

Fünf Kandidatinnen gehen bei GNTM 2015 ins Halbfinale – und wider alle Erwartung fliegt nur eine einzige davon noch raus: Vanessa, Ajsa, Katharina und Anu sind weiter. Darya muss nach Hause. Exponierter kann eine Niederlage nicht sein. Die Arme. (Ärger vor dem Finale: Behörde prüft auf Jugendgefährdung – welche Strafe droht GNTM?) 

Daryas Niederlage ist verständlich, aber auch fies

Castingshows brauchen Krawall und Konflikte. In der Jubiläumsstaffel von GNTM 2015 ist zunächst Erica für soziale Verwerfungen zuständig. Nach ihrem Rauswurf muss Heidi Klum umdisponieren. Darya wächst so schnell in die Rolle der Aggro-Konkurrentin hinein, wie es sonst nur in Scripted Reality funktioniert. Die Ellbogen sind das Schönste an ihr, und in den letzten Folgen, war sie damit die kontroverseste, interessanteste, wichtigste Kandidatin für Pro Sieben. Jetzt fliegt sie mit der Begründung raus, dass ihr Sozialverhalten für den Job nicht reicht. Was für die Show zentral ist, bricht ihr auf dem Laufsteg das Genick. Paradox. (Skandalgeschrei um GNTM 2015: Was ist da los?) 

Was spricht gegen Darya?

Es stimmt: Darya hat sich bei GNTM so unsozial verhalten, dass es kaum noch glaubhaft war. Sie hat ihre Kolleginnen schlecht gemacht, sich selbst über den grünen Klee gelobt, den Pro-Sieben-Leuten Interviews verweigert, bei Castings die Profis am Set verprellt – und sich in jedem ihrer Statements als Expertin ausgegeben, die es besser weiß als der ganze Rest der Fashion-Welt. Darya hat wirklich jeden Fehler angeboten, den man bei „Germany‘s Next Topmodel“ nur machen kann. Ein Volltreffer für Heidi Klum und das gehässige Publikum daheim. Auf solche Kandidatinnen kann man gefahrlos herabblicken. Ob Daryas überhebliche Attitüde nur kaschierte Unsicherheit ist, ob ihre Selbstbehauptung manchmal sogar wünschenswert ist, interessiert keinen. (Mehr GNTM: Tolle Schlussworte – besser kann man Heidi Klum nicht hinter sich lassen.) 

Was spricht für Darya?

Nicht alles, was Darya in den GNTM-Einspielern sagt, ist falsch. Mal beklagt sie den Zwang zum lasziven Auftritt, dann findet sie Kristian Schullers Bildideen (Glatzen-Teenies in der Fischdose) demütigend und fordert, nicht mehr wie ein Kunstwerk umdekoriert zu werden. Für ein angehendes Model sind das beinah weise Einsichten. Vor allem aber werden Kandidatinnen wie Darya im Casting-TV schlicht und einfach gebraucht – und notfalls durch die Inszenierung hergestellt. Pro Sieben belässt es schließlich nicht dabei, Daryas Selbstdarstellung abzufilmen. Die Regie baut sie konsequent als Negativfigur auf – und das bis ins im Halbfinale. Da talkt Thomas Hayo mit Daryas kleiner Schwester – und lässt sogar die über Daryas Zickigkeit herziehen. Die eigene Familie gegen eine Castingkandidatin mobilisieren – das muss man sich erst mal trauen!

 (GNTM im Quotenloch: schöne Frauen und hässliche Zahlen.) 

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