Überschattet von der Realität Neuer Zweiteiler der Mordkommission Istanbul

Von Frank Jürgens | 07.09.2016, 18:29 Uhr

Osnabrück Der neueste Fall der „Mordkommission Istanbul“ (Das Erste, Do. und Sa., 20.15 Uhr) über radikale Islamisten wird leider von der Realität überschattet.

Der neueste Fall um einen ermordeten Bankberater gibt dem Istanbuler Kommissar Mehmet Özakin (Erol Sander) Rätsel auf. Offenbar stand das Opfer in Kontakt mit radikalen Islamisten, die einen Anschlag in der Metropole planen. Da ist dann auch der Geheimdienst in Person von Oberst Tarkan (Anatole Taubman) nicht weit. Der bringt Özakin auf die Spur des mutmaßlichen Drahtziehers. Aber irgendwie scheint auch ein berühmter Schriftsteller in den Fall verwickelt zu sein. Und spielt der Mann vom Geheimdienst wirklich mit offenen Karten?

Erstmals läuft ein Fall der „ Mordkommission Istanbul „ als Zweiteiler (Teil 2 am Samstag). Regisseur Bruno Grass gelingt es tatsächlich, dass die spannend inszenierte und leider von der Realität überschattete Geschichte um radikalen Islamismus und Terrorismus in der Türkei über die volle Länge von drei Stunden trägt. Die erste Episode endet natürlich mit einem beinahe wörtlich zu nehmenden Cliffhanger, bevor der Fall dann am Samstag richtig Fahrt aufnimmt. Wie es mit der Serie genau weitergeht, steht in den Sternen. Die Dreharbeiten für zwei weitere Folgen fanden wegen der realen Terrorgefahr aus Sicherheitsgründen außerhalb der Bosporus-Metropole statt.