Sonntagabend neu im ZDF "Terra X: Mythos Burg" - ZDF rekonstruiert Architektur

Von Frank Jürgens | 18.08.2019, 10:25 Uhr

Der „Terra X“-Zweiteiler über den „Mythos Burg“ (sonntags, 18. und 25. August) veranschaulicht auf interessante Weise die Entstehungs- und Herrschaftsgeschichte der einstigen Machtzentren Zentraleuropas, vernachlässigt allerdings historische Hintergründe.

Am Anfang war die Motte. Nein, nicht der hässliche Falter, der sich in unseren Kleiderschränken satt frisst. Sondern ein zumeist aus Holz errichteter, frühmittelalterlicher Burgtyp auf einem künstlichen Erdhügel. Ab ungefähr dem 11. Jahrhundert entstanden diese ersten befestigten Behausungen, die Schutz bieten sollten. Weniger vor den Launen der Natur und den Tieren aus dem Wald. Sondern vielmehr vor anderen Menschen. Denn damals galt im Wald und auf der Wiese das Recht des Stärkeren. Wer es sich leisten konnte, schottete sich ab. Die Vorläufer der Burgen waren geboren.

Der erste Teil „Feste Heimat“ über den „Mythos Burg“ aus der Reihe „Terra X“ bietet einen interessanten Überblick über die architektonische Entstehungsgeschichte jener Bollwerke zwischen Windsor Castle und Burghausen. In nachgestellten Filmausschnitten und mit Hilfe der experimentellen Archäologie wird versucht, den Bau jener Meisterwerke nachzustellen. Historische Hintergründe kommen zwar zu kurz, werden aber exemplarisch angerissen. Natürlich nicht ohne verbale Unterstützung von Nachfahren, Fachleuten und Historikern. Nächste Woche hat der Burgfrieden dann ein Ende. Dann wird gezeigt, wie sich die „Bollwerke der Macht“ gegen Angreifer zu verteidigen versuchten.

Wertung: 4 von 6 Sternen.

„Terra X: Mythos Burg – Feste Heimat“ (1/2). Sonntag, 18. August 2019, 19.30 Uhr. Teil 2 am kommenden Sonntag.