IBES 2019 Tag 6 im Dschungelcamp: Bastian – jeder Cent ist verdient

Von Daniel Benedict | 17.01.2019, 02:23 Uhr

Alle sind zerstritten, aber nur zwei zanken sich richtig: Bastian und Gisele retten das Dschungelcamp. Das war Tag 6.

Tommi streitet sich mit Sibylle, Bastian mit Gisele: Tag 6 im Dschungel wird von tiefen Konflikten geprägt. Auch wenn man nur einen glauben kann.

Tommi vs. Sibylle: Fleischloser Beef

Die sechste Dschungelcamp-Folge beginnt mit Krach zum Abwinken: Sibylle wirft Tommi irgendeinen Regelverstoß vor. Tommi wittert die Chance auf Sendezeit, poltert, wirft sich in die ergraute Brust und nennte Sibylle eine kranke Lügnerin. Alle sind genervt, aber keiner fasst den Eklat besser zusammen als sein eigener Erfinder: „Ein völliges schwachsinniges Ding“, nennt Tommi völlig zutreffend den Aufruhr. Luftnummern wie diese zerstören das Reality-TV. Nichts kränkt den wahren Voyeurismus mehr als schlecht gespielte Konflikte.

Motivator am Boden: die Dschungelprüfung

Tatsächlich begann der Dschungelcamp-Tag natürlich nicht erst bei RTL, sondern schon 22 Stunden vorher mit einer „Bild“-Enthüllung der Dschungelcamp-Gagen. Bastian Yotta ist demnach mit 140.000 Euro Großverdiener – und jeden Cent wert. In dieser Episode geht er noch einmal mit Gisele zur Dschungelprüfung. Beim ersten Mal hatte er über Bande als Motivator versagt: Gisele brach ab. Null Sterne. Diesmal scheitert er direkt. In Sturzbächen aus Kuh-Urin und Fischabfällen, die über die beiden niederrauschen, angelt Gisele vier Sterne, während Bastian nicht einen erwischt. Kein Drehbuch könnte die Geschichte vom gedemütigten Ehrgeiz besser erzählen.

Bastian vs. Gisele: So streitet man richtig

Richtig schön wird’s aber erst danach: Bastian schluckt den Zorn hinunter und gratuliert hochsportlich seiner Team-Kollegin. Die verweigert gehässig den Handschlag, feixt und reitet ihren erbärmlichen Triumph zu Tode. Lange hatte das Dschungelcamp kein solches Traumpaar mehr: Hier die entfesselten Leidenschaften einer geborenen Memme, dort der formvollendete Takt eines professionellen Blenders. Den ganzen Heimweg füllen die Antagonisten mit enthemmter Häme (Gisele) und mühsam kontrollierter Wut (Yotta) – und nicht eine Sekunde zweifelt man, dass zumindest sein Ärger echt ist. Nach zwei verschlafenen Staffeln hat RTL einen Kandidaten gefunden, der das öffentliche Veralbert-Werden endlich wieder ernst nimmt. Wir verneigen uns vor dem Könner.

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