Spannend, aber nichts Neues Dritter Teil der Horrorfilmreihe „Rings“ im Kino

Von Wolfgang Mundt, Wolfgang Mundt | 03.02.2017, 16:02 Uhr

Vor 15 Jahren machte der amerikanische Regisseur Gore Verbinski einen Horrorfilm basierend auf der Vorlage des erfolgreichen japanischen „Ringu“ von 1998. Entsprechend gab es 2005 das amerikanische Remake „Rings 2“, dieses Mal sogar vom japanischen Regisseur der Vorlage „Ringu 2“ höchstpersönlich inszeniert. Jetzt also der dritte „Ring“ – ein hollywood-übliches Sequel von ehemals erfolgreichen Filmen.

Der Horrorfilm folgt den Konventionen des Genres: Die junge Frau Julia (Matilda Lutz) wird über ihren Freund Holt (Alex Roe) an ein kurzes, verrauschtes Video herangeführt, dessen Betrachten nach sieben Tagen unweigerlich zum Tode führen soll. Den bösen Fluch versuchen alle aus Holts Umfeld an Dritte weiterzuleiten. Nur so lässt sich dem eigenen Ende entgehen. Auf Julia wirkt der Fluch anders, tiefgreifender. Zusammen mit Holt reist sie an den Ursprungsort der verfluchten Samara und deckt dort die tragischen Hintergründe vom Schicksal des Mädchens auf.

„Rings“ ist ein handwerklich akzeptables Beispiel der Dutzendware „Teenie-Horrorfilm“. Professionell ist der Aufbau der Story mit den simplen Rätseln, die alle nach und nach in kontinuierlichem Spannungsbogen mit regelmäßig gesetzten Schock-Effekten geklärt werden. Alle Nebenfiguren liefern ihren Teil dazu, auch Holt, der Julias Erkenntnisvorsprung immer einen Schritt hinterher hechelt.Fast zu perfekt ist der Musik-Score von Oskar-Preisträger Hans Zimmer. Aber den subtilen und tiefgreifenden Umgang mit dem Thema Tod beherrschen die Japaner viel besser.