Schon gesehen Reißerische Serie: „Crimes of the Century“

Von Tobias Sunderdiek | 03.07.2014, 10:13 Uhr

Der Tod lauerte im Hinterhalt. Heckenschützen ermordeten im Herbst 2002 offenbar wahllos Menschen und versetzten wochenlang Washington und Umgebung in Panik. So beginnt die achtteilige Serie „Crimes of the Century“, die vor allem eins ist: so reißerisch wie ihr Titel.

Auch formal: Extrem schnell geschnitten, mit Knalleffekten und dramatischer Musik unterlegt, unterscheidet sich dievom US-Nachrichtensender CNN und Hollywood-Starregisseur Ridley Scott („Alien“) produzierte Serie in nichts von anderen Krawalldokus ähnlichen Kalibers. Auch hier gibt es keinen Erkenntnisgewinn: Denn die wirklich interessanten Fragen hinter den Taten, etwa die Traumata des Irakkrieges oder die amerikanische Faszination für Waffen, aber auch Kritik an den US-Medien, werden nur gestreift. „Verbrechen lohnt nicht“, heißt es normalerweise. Tut es aber anscheinend doch. Zumindest, wenn es sich um „True Crime“-Dokus von zweifelhaftem Charakter handelt.

Crimes of the Century: Trailer bei CNN

Im Anschluss an den ersten Teil gibt es eine Folge über das Massaker von Waco, wo Sektenmitglieder einen grausigen Tod fanden. In den nächsten Wochen werden unter anderem die Tötung von John Lennon, die Kindsmörderin Andrea Yates oder der „Una-Bomber“ präsentiert.

Wertung: 2 von 6 Sternen