Selfie-Fragebogen Sabine Heinrich vom WDR: Meinem Freund fällt nicht ein, was schön an mir ist!

Von Daniel Benedict | 26.01.2020, 01:01 Uhr

Im neuen WDR-Format „Nicht dein Ernst!“ klärt Sabine Heinrich peinliche Fragen mit Jürgen von der Lippe. Vorher spricht sie bei uns Klartext.

Interviews gehören zum Alltag von Prominenten und Journalisten. Die einen trauen sich nie, ihre besten Fragen zu stellen. Die anderen lavieren rum. Schluss damit! Im Selfie-Interview beantworten unsere Gesprächspartner Fragen, die ans Eingemachte gehen – und liefern das Beweisbild gleich mit.

Heute antwortet Sabine Heinrich. Mit Jürgen von der Lippe präsentiert sie ab diesem Wochenende das neue WDR-Format „Nicht dein Ernst!“. (Immer sonntags, 22.15 Uhr. im WDR-Fernsehen, Gästeliste und Termine unten.) Mit wechselnden Gästen klärt die „Dilemma-Show“ moralische Alltagsfragen wie diese: Darf man den Partner über die eigene sexuelle Vergangenheit anschwindeln? Noch kniffligeren Fragen hat die 43-Jährige sich jetzt in unserem Fragebogen gestellt.

Frau Heinrich, wovon handelte der letzte Traum, an den Sie sich erinnern?

Ich erinnere mich jeden Tag an jeden Traum! Letzte Nacht habe ich geheiratet, aber ich wusste nicht wen und die Party war nicht vorbereitet und ich musste noch einen Schurken rauswerfen. #onewomanshow

Wie sehen Sie nach dem Aufwachen aus?

Glücklicherweise ist es um 2.45 noch so dunkel, dass ich das nicht sehen muss.

Was ist das Schönste an Ihnen?

Keine Ahnung. Interessanter ist aber, dass mein Freund auch gerade schon etwas sehr lang überlegt. Ich glaube, wir müssen gleich mal reden.

Wie verändert Alkohol Ihre Persönlichkeit?

... ich komme unangenehm ins Labern und mache Geständnisse.

Wie verändert der Straßenverkehr Ihre Persönlichkeit?

... ach. Ich motze eher nicht. Ich fahre eh wenig Auto. Ist entspannter. Ich habe den Hang belehrend zu sein: „Da ist ein Zebrastreifen. Wissen Sie, wofür Zebrastreifen da sind???“ Das ist obernervig von mir.

Welche Lüge gebrauchen Sie am häufigsten?

Nachts aufstehen macht mir gar nichts aus.

Mit welchem Tier teilen Sie Ihr Leben?

Mit einem Elch. Den hab ich im Kindergarten zu Weihnachten bekommen, da war ich drei Jahre alt.

Was ist das Ekligste, das Sie jemals im Mund hatten?

Staudensellerie.

Was ist Ihr hässlichstes Kleidungsstück?

Ein grüner Overall. Ich hielt ihn zunächst für eine tolle Idee, mein Freund fragte, ob ich noch unters Auto müsste um eine Inspektion zu machen. Er bleibt im Schrank als Mahnmal für Fehlkäufe. (Als wenn das helfen würde ...)

Was macht die Autokorrektur aus Ihrem Namen?

Wenn ich meinen Nachnamen eintippe, dann will das Vervollständigkeitsdingens immer „Heinrich-Heine-Allee“ daraus machen. Das wäre doch etwas ... drüber.

Wie beliebt waren Sie in der Schule?

Keine Ahnung. Ich war nie Klassensprecherin, bin aber auch nie als Letzte gewählt worden. Ich würde sagen ... alles ok.

Was war das Schlimmste an Ihrer Pubertät?

Die Frage gebe ich an meine Eltern weiter ...

Mit wem werden Sie am häufigsten verwechselt?

Ähmmm ... gar nicht

Mit wem würden Sie gern mal verwechselt werden?

„Huch ... was macht denn Jennifer Aniston hier ...“

Was sehen Sie, wenn Sie aus Ihrem Fenster gucken?

Den Innenhof der Nachbarn. Gerade niemand da.

Wie gut behandeln Sie Ihre Zimmerpflanzen?

Ich habe keine Zimmerpflanzen. Immer, wenn die vertrocknet sind, habe ich mich als Versagerin gefühlt. Dann hab ich es besser gelassen.

Was ist die übelste Ecke bei Ihnen im Haus?

Keine üblen Ecken ...

Welchen Tweet, Facebook- oder Instagram-Post bereuen Sie?

Alle bereits gelöscht.

Was ist das Beste, das über Sie in Social Media geschrieben wird?

... wird da was über mich geschrieben? Was denn???

Was ist das Schlimmste, das Fans Ihnen schreiben?

Fans schreiben eher nichts Schlimmes. Ich muss schon sagen, dass sich das alles soweit gut anfühlt. 

Womit nerven Sie Ihre Kollegen?

... nicht auf Mails antworten.

Welcher Kollege, welche Kollegin nervt Sie?

Hooohoooo ... dünnes Eis. Das bespreche ich gerne direkt und unter vier Augen und dann ist das auch erledigt.

Wie hat Geld oder seine Abwesenheit Ihr bisheriges Leben geprägt?

Wir hatten zuhause nicht viel Geld, sind nie verreist und es gab keine neuen Klamotten. Es hat uns aber auch irgendwie nicht gefehlt. Heute finde ich es beruhigend, wenn alle Rechnungen immer sofort bezahlt sind. Ich mag keine Schulden und ich würde niemals was aus der Minibar nehmen.

Haben Sie Tattoos und wenn ja: Was bedeuten Sie?

Mich nie getraut. Bin froh. 

Sind Sie aus eigener Kraft so schön oder haben Sie was machen lassen?

Bitte was???

Verraten Sie uns etwas, dass noch keiner von Ihnen weiß!

... neneneeee

Bei welchem Buch haben Sie mittendrin aufgegeben.

Buddenbrooks. Ja. Peinlich.

Wovor hatten Sie als Kind Angst?

Vor unserem Keller. Der war übel.

Wovor haben Sie heute Angst?

Vor Dingen, die ich nicht selbst in der Hand habe. Krankheit, Tod eines geliebten Menschen. Krieg. Hass.

Was haben Sie in Ihrem Leben verpasst?

Ich habe schon sehr früh gearbeitet und war nie mal für längere Zeit im Ausland. Meine Eltern hätten es nicht bezahlen können und als ich das Geld gehabt hätte, war ich hier schon zu sehr in der Arbeit.

Was bringt Sie zum Weinen?

Texte, Songs, Filme ...

Wofür schämen Sie sich?

Verabredungen aus Müdigkeit absagen zu müssen

Was war Ihr schlimmster Fehlkauf?

Eine silberne Hose.

Was ist das Unangenehmste, das Sie für Geld getan haben?

... da kann ich nichts vorweisen.

Haben Sie schon einmal etwas gestohlen? Wenn ja: Was?

Zwei leere Weingläser in einem Restaurant in Paris. Wir wollten an der Seine weitertrinken. Habe die Gläser morgens wieder vor die Tür gestellt.

Was verstecken Sie oben im Regal, da wo Kinder nicht rankommen?

Die guten Bücher, die bitte keine extra Zeichnungen brauchen.

Was wollen Sie anders machen als Ihre Eltern?

Meine Eltern haben immer viel gearbeitet, zum Teil auf unterschiedlichen Schichten und in mehreren Jobs gleichzeitig und entsprechend müde waren sie oft (zu Recht). Ich möchte meinem Kind nicht ins Gesicht gähnen und immer wach genug sein, um mich mit ihm über alle Themen zu unterhalten.

Welches Erinnerungsstück aus Ihrer Kindheit bewahren Sie auf?

Meine Wickelkommode (die mein Vater auf dem Sperrmüll fand, repariert hat und auf der ich auch unser Kind gewickelt habe).

Wer kann alles, was Sie selbst gut können, noch besser?

Es gibt viele Menschen, die Dinge noch besser machen, und das ist gut so: die sind mein Ansporn.

Wie möchten Sie sterben?

Eine Frage, die mir nicht behagt. Ich bin Mutter eines kleinen Kindes und seitdem kann ich mit diesen Fragen nicht mehr gut umgehen.

Wie stellen Sie sich Gott vor?

Als eine Hand, die meine Hand hält. Die mal fester zugreift, wenn ich Halt brauche und mal lockerlässt, wenn ich gerade mutig bin.

Was für ein Tier wollen Sie in Ihrem nächsten Leben werden?

Ein Erdmännchen. Die stehen immer oben auf dem Stein und haben alles im Blick oder sie liegen unter der warmen Lampe im Körbchen.

Möchten Sie uns noch etwas sagen?

Pax optima rerum.

Gäste und Termine der WDR-Show „Nicht dein Ernst!“

  • 26. Januar: „Partys und Einladungen“ mit Frank Plasberg
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  • 02. Februar: „Sex & Partnerschaft“ mit Janine Kunze,
  • 09. Februar: „Körper“ mit Meltem Kaptan
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  • 16. Februar: „Eine neue Liebe“ mit Sven Lorig
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  • 01. März: „Kinder“ mit Elena Uhlig
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  • 08. März: „Social Media“ mit Jana Ina Zarrella
    ,
  • 15. März: „Geld“ mit Michael Kessler
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  • 22. März: „Unter Leuten“ mit Khalid Bounouar
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