Alte Hochkulturen in Amerika Arte zeigt ab heute Erstaunliches aus dem "Native America"

Von Tobias Sunderdiek | 24.08.2019, 11:07 Uhr

Ob Hopi, Mayas oder Inkas: "Native America" berichtet in zwei Doppelfolgen von der reichen Kultur der Indianer.

Wer hätte das gedacht? Etwa 600 Jahre vor der Erklärung des Verfassung der Vereinigten Staaten, etwa um 1150, entstand im Nordosten der heutigen USA die erste demokratische Verfassung auf amerikanischen Boden. Mehrere Indianerstämme fanden sich damals zusammen, nicht nur um das Kriegsbeil zu begraben, sondern auch, um eine Regelung für die Beteiligung der Menschen an einem Staatsgebilde zu ermöglichen. Die Kultur und Kunst der indigenen Völker hat eine reiche Tradition, und lässt sich bis auf die Zeit vor 13.000 Jahren nachweisen – lange vor den antiken Hochkulturen der Römer oder Ägypter. Mit spektakulären Aufnahmen von den Resten der Kult- und Wohnstätten in Nord- und Südamerika, mit Computergrafiken und anhand der Darstellung der teils bis heute gelebten Traditionen, wird nun ein Menschenstamm nahe gebracht, der sich enorme Kenntnisse in der Astronomie, dem Ackerbau oder der Architektur angeeignet hatte. Dass die Verbindung der Indianer zur Natur dabei besonders nachhaltig war, lässt ihre Lebensweise dabei heute besonders modern erscheinen. Eine spannende Dokureihe, die, jenseits von Karl May-Klischees, mit neuesten Forschungserkenntnisse aufwartet. Eine weitere Doppelfolge strahlt Arte nächsten Samstag aus.

Wertung: *****

Arte, Samstag, 24.8.2019; 20.15 Uhr: „Native America“