Naked Attraction mit Milka Fernandes Naked Attraction: die peinlichsten Zitate der Nackt-Show

Von Daniel Benedict | 15.05.2017, 12:25 Uhr

„Naked Attraction“: Wie schlimm ist die FKK-Kuppelshow auf RTL 2? Eine Würdigung der peinlichsten Zitate von Milka Loff Fernandes und ihren Kandidaten.

„Dating im Rückwärtsgang“ nennt Milka Loff Fernandes ihre RTL-2-Show „Naked Attraction“ – weil die Kandidaten sich hier nackt kennenlernen, um dann angezogen miteinander auszugehen. Tatsächlich wünscht man allen Beteiligten, sie hätten das Studio im Rückwärtsgang wieder verlassen. Die erste der vier Folgen von „Naked Attraction“ läuft am Montag, 8. Mai, um 22.15 Uhr auf RTL 2. Wie schlimm ist es? (Bachelorette 2017: Wer ist Jessica Paszka, die neue Bachelorette?)

Wie funktioniert „Naked Attraction“ mit Milka Loff Fernandes?

„Naked Attraction – Dating hautnah“ ist die deutsche Version einer Skandal-Show, die vergangenen Sommer beim britischen Channel 4 startete und dort schon um eine zweite Staffel verlängert wurde. In jeder der vier Episoden bekommt ein Single sechs mögliche Partner angeboten, die sich splitterfasernackt in Milchglas-Boxen aufstellen. In einer ersten Runde zeigen sie nur ihren nackten Unterleib von vorn, in der zweiten den Hintern, in der dritten die Brust – und ganz zuletzt ihr Gesicht. Nach jedem Durchgang schickt der Single einen Kandidaten nach Hause – bevor er sich dann zu guter Letzt selbst auszieht. Mit seinem Lieblingskandidaten darf der Single dann was trinken gehen – angezogen. (Haben Sie keine Angst vor Erektionen? Ein „Adam sucht Eva“-Kandidat packt aus)

„Kleiner Mann, großer Penis“: Was sagt Milka zur Penis-Auswahl von „Naked Attraction“?

Die erste Kandidatin von „Naked Attraction“ ist die 24-jährige Jennifer aus Gummersbach. Als die Boxen den Blick auf die sechs Penisse preisgeben, denkt sie spontan an einen Schaufensterbummel. Ähnlich unterspannt ist auch der Smalltalk, den Moderatorin Milka Loff Fernandes der alleinstehenden Erzieherin aufdrängt: „Hier sehen wir einen beschnittenen Penis“, erklärt der einstige VIVA-Star. „Ist das etwas, das dir gefällt?“ Mal lobt Milka dann die Symmetrie eines „wie gemeißelten“ Geschlechtsorgans, mal fragt sie nach Jennifers Haltung zu Blinddarm-Narben. Beim Penis in der roten Box beobachtet sie etwas Ungewöhnliches: „Schau mal, der zittert ein bisschen. Süß.“ Nach den quälendsten Bemerkungen schneidet die Regie zur Erholung poppige Info-Blöcke ein, die dem Zusammenhang zwischen der Nase des Mannes und seinem Johannes nachgehen. Danach geht’s wieder ans lebende Objekt – wenn die mit allen Wassern gewaschene TV-Frau erschrickt: „Das ist jetzt vielleicht nicht der größte Mann per se. Aber er hat dann doch einen eher riesengroßen – Penis.“ Milka staunt und staunt: „Der ist vor allem auch dick. Also meine Hand reicht da wahrscheinlich nicht.“ Man möchte es sich nicht ausmalen. (Mehr TV-Trash: Wann startet die „Bachelorette 2017“? Wird Angelina Heger die Bachelorette?)

Große Schamlippen steigern das Lustempfinden: die Frauen bei „Naked Attraction“

Jede Episode von „Naked Attraction“ verkuppelt eine Frau an sechs Männer – und umgekehrt. In der zweiten Runde ist Rob an der Reihe, ein Metallica-Cover-Gitarrist aus Berlin. Der Mann ist vom Fach, sogar sein Haustier Uhura ist eine Nacktkatze. Im Talk mit Milka erweist er sich als außerordentlich gesprächig. Jovial doziert er über seine Vorliebe für teilrasierte Frauen und solche, die im Genitalbereich „nicht zu zart gebaut sind“. Die Info-Autoren von RTL 2 pflichten ihm bei: „Große Schamlippen steigern das Lustempfinden der Frau“, heißt es in der Sachgeschichte zwischendurch. An einer Kandidatin gefällt Rob, dass ihr Tattoo die Eierstöcke betont. Hm.

Warum ist „Naked Attraction“ so peinlich?

„Naked Attraction“ dauert netto nur 45 Minuten. Aber auch über die kurze Sendezeit geht schon ein starkes Unwohlsein von dem Gerede über behaarte und unbehaarte Apfel-Pos aus. Was noch mehr enttäuscht: Obwohl Milka Loff Fernandes nicht weniger als 14 Menschen entkleidet, ist „Naked Attraction“ dem Titel zum Trotz kein bisschen verführerisch. Das liegt natürlich auch am Vokabular eines Senders, der sein Thema auf Krampf versachlichen möchte. Wo von Blut- und Fleischpenissen die Rede ist, stirbt die Lust für immer. Noch schlimmer aber ist der Umstand, dass die Nackten hier zu dem banalen Gerede überhaupt nichts sagen dürfen – bis auf eine Stimmprobe, in der sie den eigenen Körper kommentieren müssen. („Ich mag alles an mir.“) Und siehe da: Rumstehen und nackt sein allein ist noch nicht sexy. Wenn das TV-Experiment „Naked Attraction“ irgendwas beweist, dann nur wie wichtig Kommunikation bei jeder Form von Sinnlichkeit ist. In „Naked Attraction“ wird beides konsequent verhindert. Traurig. (Global Gladiators: Kriegt Pietro Lombardi wirklich die Rekordgage von 290.000 Euro?)

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