Israel-Berichterstattung in der ARD Nach Kritik von Andrea Kiewel: Tagesschau-Chef meldet sich zu Wort

Von Ankea Janßen | 01.04.2019, 12:29 Uhr

Ziemlich scharf ist Fernsehmoderatorin Andrea Kiewel die ARD angegangen und forderte von der Tagesschau eine wahrheitsgemäße Berichterstattung über den Gaza-Konflikt. Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke weist die Kritik jetzt entschieden zurück.

"Wenn man Journalist ist, muss man die Wahrheit berichten." Mit diesen deutlichen Worten hatte das Gesicht des "ZDF-Fernsehgartens" Andrea Kiewel die Berichterstattung der ARD kritisiert und damit ordentlich für Aufsehen gesorgt. Die Fernsehmoderatorin bemängelte in einem Beitrag für die "Jüdische Allgemeine", dass die Tagesschau nicht richtig über den Gaza-Konflikt berichten würde. Demzufolge sei der Eindruck entstanden, Israel habe grundlos das Palästinensergebiet attackiert. "Zuerst beschoss Gaza Israel mit Raketen, dann verteidigte sich Israel mit einem militärischen Manöver", stellte Kiewel klar.

Gniffke weist Kritik zurück

Jetzt hat sich Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, zu Wort gemeldet und die Kritik entschieden zurückgewiesen. "Die Tagesschau hat am 26.3.2019 selbstverständlich darauf hingewiesen, dass die israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen eine Reaktion auf den Beschuss eines Gebäudes in Israel durch die Hamas am Tag zuvor darstellten."

Weiter heißt es in dem Statement auf Facebook: "In der 28-sekündigen Meldung vom Dienstag hieß es wörtlich: Am Montag hatte die Hamas bei einem Raketenangriff ein Haus in Israel zerstört."

Aus dem Archiv: Mord in Freiburg: Tagesschau-Chef verteidigt sich auf Facebook