N24, Di., 24. Juli, 22.15 Uhr Schon gesehen: „Moskauer Unterwelten“ auf N24

Von Marcus Tackenberg | 24.07.2012, 05:00 Uhr

Erinnern Sie sich noch an den letzten in Japan verbliebenen deutschen TV-Reporter, der während der Fukushima-Katastrophe 2011 tagtäglich tapfer weiter auf Sendung blieb, als die Kollegen schon das Land verlassen hatten – ein Typ mit Glatze, der aussieht wie der Bruder von Bruce Willis? Sein Name ist Christoph Wanner, seit 2008 Korrespondent für N24 und andere Sender in Moskau. Ein krisenerfahrener Journalist, der vor kremlkritischen Themen nicht zurückschreckt.

Jetzt begab sich Wanner in Moskaus geheimnisvolle Unterwelt. Nicht in die Kanalisation, sondern in das Labyrinth aus Atombunkern, Luftschutzkellern und Kommandozentralen, errichtet auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, als Diktator Josef Stalin und seine Nachfolger einen atomaren Schlag der Amerikaner fürchteten. 60 Meter tief – wie die Metro – befindet sich die unterirdische Schutzstadt.

Wanner lässt sich von einem Geschäftsmann durch den Bunker 42 führen, den der kaufte, um dort Führungen, Partys und „Gotcha“-Spiele zu veranstalten. Noch spannender sind seine illegalen Trips mit Diggern – Freaks, die die streng geheimen Anlagen erkunden und Zugänge aufknacken, aber auch mit der Armee kooperieren. Prompt wird Wanner von einem Digger verpfiffen.

Wertung: 6 von 6 Sternen