Krimiserie auf ZDF Der neue Wilsberg am Samstag: „Bittere Pillen“

Von Susanne Haverkamp | 28.11.2015, 07:32 Uhr

Die neue Folge der Krimiserie „Wilsberg“ auf ZDF am Samstag (28. November, 20.15 Uhr) bearbeitet viel zu viele Themen auf einmal: Asylbewerber, Pharmaindustrie, eheliche Untreue und Homöopathie.

Bombenalarm im Finanzamt Münster. Ekki ( Oliver Korittke ) löst einen Großeinsatz aus, als ihm ein einsamer Rucksack nicht geheuer ist, aus dem es auch noch tickt. Und der von einem arabisch aussehenden Putzmann abgestellt wurde. Der sich natürlich als unschuldig erweist, trotzdem rausfliegt und Ekki ein sehr schlechtes Gewissen macht. Was ihn zur tätigen Hilfe im Aufnahmelager für Asylsuchende treibt.

Wilsberg (Leonard Lansink) wird indessen vom Heilpraktiker Christopher Seekatz engagiert, der seine Frau der Untreue bezichtigt. Tatsächlich hat sie eine Affäre, und am nächsten Tag ist der gehörnte Gatte tot. Was Wilsberg natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann.

Einfallslos

Nichte Alex (Ina Paule Klink) hingegen arbeitet fleißig an ihrer Juristenkarriere . Zurzeit ist sie erfolgreich in Diensten eines Pharmakonzerns, der im Bundestag ein Gesetz lancieren möchte, das die Tests von Medikamenten vereinfacht. Nette Kontakte zum Herrn Abgeordneten inklusive.

Wie die drei Stränge des neuen Wilsberg am Ende miteinander verwoben werden, ist – nun ja – hanebüchen. Und wer am Schluss die Bösen sind, ist – nun ja – einfallslos. Klar kann man zwischendurch mal lachen, vor allem über Overberg und seine Liebe zu alternativen Heilverfahren. Aber das reicht nicht, um einen wirklich schlecht konstruierten Film zu retten.

Wertung: Drei von sechs Punkten

Wilsberg: Bittere Pillen: ZDF, Samstag, 28. November, 20.15 Uhr