Dennis Nieporte in Vox-Show „Echte Männer“: Lotter Kandidat stellt sich vor

Von Daniel Benedict, Daniel Benedict | 29.06.2016, 13:20 Uhr

Dennis Nieporte aus Lotte ist ab heute im Vox-Format „Echte Männer“ zu sehen. Im Interview stellt er sich vor.

Eigentlich betreibt Dennis Nieporte in Lotte einen Pensionsstall. Für die Vox-Reihe „Echte Männer“ hat er sich ein paar Wochen freigenommen – und sich fit für einen Triathlon gemacht. Im Interview erzählt er, wie es bei Vox gelaufen ist. Am 28. Juni, ab 20.15 Uhr, ist er in der ersten von sechs Folgen auf Vox zu sehen. (Wer ist der echte Mann aus Lotte? Dennis Nieporte im Porträt)

Herr Nieporte, wo nimmt man als Stallbetreiber die Zeit für Vox-Dreharbeiten her?

Ich betreibe die Pferdepension nicht alleine, beim Dreh hatten wir noch zwei Angestellte. Die konnten das gut anfangen, auch weil wir oft am Wochenende gedreht haben.

Wie kamen Sie auf die Idee, sich bei „Echte Männer“ zu bewerben?

Sonntags abends saß ich auf dem Sofa, meine Frau hat schon gepennt, und im Fernsehen kam nichts. Und dann habe ich den Aufruf bei Facebook gelesen. Da stand dann so etwa: ‚Du bist zwischen 20 und 40, hast ein bisschen Wampe, Sport ist nicht so wirklich dein Ding. Aber du hast Bock auf eine Herausforderung.‘ Das hat mich angesprochen, und aus Jux und Dollerei habe ich mich beworben. Eine Woche später war ich dabei.

Wann haben Sie erfahren, dass sie bei „Echte Männer“ mit nichts als einem Futtereimer bekleidet posieren müssen?

Hm. Das war eigentlich bis kurz vor Werbungsbeginn nicht klar. Am Anfang hieß es nur, dass wir ein paar Vorher-Bilder schießen. Dann haben wir gedreht. Und irgendwann wurden wir informiert, dass die Werbung fertig ist. Und da stand ich dann mit meiner Forke in der Hand. („Dance, Dance, Dance“: Kandidaten und Konzept des neuen „Let‘s Dance“-Klons)

Im Vergleich sind Sie immerhin mit dem deutlich geringsten Übergewicht in den Dreh gegangen.

Die anderen Jungs haben mich auch immer gefragt, was ich da eigentlich zu suchen habe. Aber im Laufe der Sendung hat sich herausgestellt, dass ich doch gut dazupasse.

Am Anfang wurde Ihr biologisches Alter bestimmt – wo lag denn das?

Ich war sehr überrascht über mein biologisches Alter. Wenn es nach dem Venentest, den Blutwerten, dem Gewicht und der Fitness geht, war ich vierzig.

Laut Vox haben „Echte Männer“ entweder nichts als Bier im Blut oder nichts als Testosteron – was stimmt denn nun?

Keins von beiden. Ein echter Mann ist für mich jemand, der selbstbewusst ist und stark und der hinter seiner Familie steht.

Die Familie nennen alle Kandidaten in den Interviews auf der Vox-Seite im Netz. In der Sendung spielt das wahrscheinlich keine so große Rolle.

Der Rückhalt der Familie spielt schon eine große Rolle. Allein schon, weil die eine die Zeit fürs Training geben müssen.

Stimmt. Wenn Sie abends um acht noch mal laufen gehen, bringt vermutlich Ihre Frau die Tochter ins Bett.

Genau. Das war ja das Wichtigste: Ich bin sowieso den ganzen Tag am Arbeiten. Und wenn du dann auch noch trainierst, bleibt natürlich noch weniger Zeit für deine Tochter. Zum Glück wohnen wir auf dem Hof, sie kriegt also auch tagsüber viel von uns mit. Ich habe trotzdem oft erst mit dem Sport angefangen, als sie geschlafen hat. Im Winter war das bei nicht so schönem Wetter und im Dunkeln nicht so toll. („Sommerhaus der Stars“: Was unterscheidet die neue RTL-Show von „Promi Big Brother“)

Wie haben Sie sich motiviert?

Wir haben mit den anderen Kandidaten gern kleine Battles gemacht. Und wenn einer seine Musterzeiten bei Facebook gepostet hat, mussten wir anderen sehen, dass wir da hinterherkommen.

Gab‘s Momente, wo Sie hinschmeißen wollten?

Man fällt immer wieder in so Löcher. Besonders am Anfang der Trainingszeit. Da hat unser Trainer uns Sachen abverlangt, die waren nicht mehr ganz sauber. Für mich ist zum Beispiel Laufen der Horror.

Im Trailer sagt eine der Partnerinnen: „Ich kriege einen ganz neuen Mann wieder.“

Ja, das ist meine.

Wenn man die vorher gefragt hätte, was sie an Ihnen ändern will – wäre es die Fitness gewesen?

Ich habe sie das vorher auch gefragt, und da hat sie gesagt: ‚Ich würde an dir gar nichts ändern, aber wenn du das willst, dann schaffst du das.‘

Wenn es darum geht, die Ernährung zu verändern, muss ja vermutlich die ganze Familie mitziehen.

Das ist wirklich so. Wir haben zuhause den Kühlschrank ausgeräumt und uns alle bewusster ernährt. Insofern hat die ganze Familie was davon. Früher waren wir ja schon öfter mal im Burger-Laden.

Aber ab jetzt essen Sie das Gleiche wie die Pferde.

So schlimm ist es nicht. Zum Trainingsaufbau gehört auch ein Steak, man muss ja Eiweiß haben.

Für die kommenden Wochen sind Sie der bekannteste Pferdestall-Betreiber der Region. Sind Sie auf die Öffentlichkeit vorbereitet?

Man macht sich da schon Gedanken drüber und kann nur abschätzen, was auf einen zukommt. Durch die Werbung merkt man inzwischen schon ein bisschen was. Im Einkaufsladen haben mich die ersten Leute schon angequatscht: Wie war’s denn? Ist es gut gelaufen? Aber ich darf ja nichts verraten. Ich sag immer nur: Guckt euch’s an, es wird lustig. („Verräter wie wir“: Darum ist der Le-Carré-Thriller mit Ewan McGregor so schlecht)

Wie gucken Sie selbst denn die erste Folge? Im Public Viewing?

Die erste Folge gucken wir mit bestimmt 100 Leuten hier auf dem Reiterhof; ich hab die Leinwand schon besorgt. Die werden wir in der Reithalle aufbauen.

Und die 100 Freunde kriegen alle weder Bier noch Wurst, wegen der Gesundheit.

Genau, das ist vorbei.

Es gibt ja echte Männer, die gern Fußball gucken. Was läuft denn parallel bei der EM?

Dienstag ist spielfrei.