Do., 20. 9., ARD, 20.15 Uhr Schon gesehen: Mordkommission Istanbul: Transit

Von Tobias Sunderdiek | 20.09.2012, 07:00 Uhr

Mord im Schatten der Minarette, Spurensuche in den Gassen Istanbuls: Seit 2008 ermittelt Kommissar Özakin (Erol Sander) als türkischer Polizeibeamter in dieser ARD-Krimireihe.

Diesmal muss er den Mord an einen Taxifahrer, der auch als Schriftsteller unterwegs war, untersuchen. Doch schon bald gerät eine Frau ins Visier der Ermittler. Sie soll der letzte Fahrgast des Opfers gewesen sein, wird aber selbst gejagt. Doch von wem? Und welche Verbindungen gibt es zur iranischen Botschaft?

Es hilft nichts: Trotz exotischer Kulisse bietet auch die inzwischen siebte Folge von „Mordkommission Istanbul“ nur gepflegte Langeweile. Denn egal, ob nun Rosamunde Pilcher in Schottland schmachtet, Commissario Brunetti in Venedig ermittelt oder Inga Lindström sich in Schweden verzehrt – das Muster, mit dem im Ausland spielende deutsche Unterhaltungsserien gestrickt sind, bleibt stets gleich. Provinzieller Postkartenkitsch ersetzt Exotik, die vorhersehbare Handlung und Charaktere wirken wie gestanzt. Schade auch, dass der stets charismatische Erol Sander seit Jahren in derlei Mittelmaß verheizt wird. Wie hier, wo nicht der Duft der großen weiten Welt weht, sondern nur eins herrscht: deutscher TV-Mief!

Wertung: 2 von 6 Sternen