Dennis Nieporte bei „Echte Männer“ Ein „echter Mann“ aus Lotte in neuer „Vox“-Reihe

Von Daniel Benedict | 29.06.2016, 12:36 Uhr

Aus dem Pferdestall ins Fernsehen: Für das neue Vox-Format „Echte Männer“ krempelt Dennis Nieporte aus Lotte sein Leben um. Mit vier Leidensgenossen macht sich der einstige Sportverweigerer fit für einen Triathlon.

Mittlerweile wird Dennis Nieporte schon beim Einkaufen angesprochen: Kein Wunder. Denn die Werbung für die Vox-Reihe „Echte Männer“ (Dienstag, 20.15 Uhr) inszeniert den Mann vom Schultenhof als Hingucker. Mit nichts als einem Futterkübel bekleidet posiert er hier an der Seite von vier ebenfalls hüllenlosen Mitstreitern. Dass diese Männer sich gerade für 1,5 Kilometer Schwimmen, 30 Kilometer Mountain-Bike und 10 Kilometer Laufen verabredet haben, würde angesichts der Plautzen keiner vermuten. „Am Anfang hieß es nur, dass wir ein paar Vorher-Bilder schießen“, sagt Nieporte. Dass die Bilder auch für die Werbung gedacht sind, hat er erst erfahren, als die Kampagne fertig war. „Da stand ich dann mit meiner Forke“, sagt er und lacht. („Dance, Dance, Dance“: Kandidaten und Konzept des neuen „Let‘s Dance“-Klons)

Echte Männer: Schreck beim Blick auf das biologische Alter

Im Vergleich zu den mopsigen Kollegen macht Nieporte beim Auftakt-Footing aber schon eine gute Figur. „Die anderen Jungs haben mich auch immer gefragt, was ich da eigentlich zu suchen habe“, sagt der 33-Jährige. „Aber im Laufe der Sendung hat sich herausgestellt, dass ich doch gut dazupasse.“ Sein biologisches Alter, das zu Beginn wissenschaftlich ermittelt wurde, lag nämlich bei 40 Jahren.

Wenn Nieporte nicht vor der Vox-Kamera steht, versorgt er seinen Pensionsstall oder kümmert sich um seine dreijährige Tochter. Wer übernimmt die Arbeit, wenn Vati für den Triathlon trainert? Den Hof konnten sein Ko-Geschäftsführer und die Angestellten betreuen. Damit seine Tochter auch zu ihrem Recht kommt, musste Nieporte das Training verlegen: „Ich habe oft erst mit dem Sport angefangen, als sie geschlafen hat. Im Winter war das bei nicht so schönem Wetter und im Dunkeln natürlich nicht so toll.“ Motiviert haben ihn in solchen Momenten die vier anderen Kandidaten. Alle „Echten Männer“ haben ihre Bestleistungen bei Facebook gepostet: „Dann mussten wir anderen sehen, dass wir da hinterherkommen.“ („Sommerhaus der Stars“: Was unterscheidet die neue RTL-Show von „Promi Big Brother“)

Was sind „echte Männer“ denn nun wirklich?

In seinem Titel spielt Vox mit dem Männerbegriff: Was haben „Echte Männer“ denn nun wirklich im Blut? Das Testosteron des Triathlethen? Oder das Feierabendbierchen, das die Kandidaten zu Beginn der Sendung genossen hatten? „Keins von beiden. Ein echter Mann ist für mich jemand, der selbstbewusst ist und stark und der hinter seiner Familie steht“, sagt Nieporte. Die muss umgekehrt natürlich auch hinter dem Mann stehen: Sein neuer sportlicher Ehrgeiz hat die ganze Familie in die Pflicht genommen. Zum Beispiel am Esstisch: „Wir haben zuhause den Kühlschrank ausgeräumt und uns alle bewusster ernährt“, sagt der 33-Jährige. „Insofern hatten alle was davon. Früher waren wir ja schon öfter mal im Burger-Laden.“ Und heute? Essen die Nieportes jetzt dasselbe wie ihre Pferde? „So schlimm ist es nicht. Zum Trainingsaufbau gehört auch ein Steak, man muss ja Eiweiß haben.

Der Satz macht auch den 100 Freunden und Verwandten Hoffnung, die Nieporte für die erste Folge zum Public Viewing eingeladen hat – vor eine große Leinwand in der Reithalle. Aber gucken echte Männer in diesen Wochen nicht eigentlich Fußball? Nieporte hat das überprüft: „Dienstag ist spielfrei.“