„Es war noch einmal...“ Zeitreise in die Vergangenheit

Von Maike Gröneweg | 29.08.2019, 10:00 Uhr

Die Mini-Serie „Es war noch einmal...“ verhandelt viel auf kleinem Raum. Allerdings ohne zu überfordern.

Der Schmetterlingseffekt ist längst mit der Idee des Zeitreisens verbunden. Die Theorie: Der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien kann in Texas einen Tornado auslösen. So könnte auch eine winzige Veränderung in der Vergangenheit die Gegenwart und Zukunft maßgeblich verändern.

Die große Liebe

Diese Erfahrung macht der Protagonist der französischen Miniserie „Es war noch einmal ...“, die Am Donnerstag, 29. August, um 21 Uhr bei Arte läuft. Der Mittdreißiger Vincent bekommt versehentlich einen Holzwürfel geliefert, mit dessen Hilfe er in die Vergangenheit zurückkehren kann. In dieser Zeit ist er noch mit seiner großen Liebe Louise zusammen, deren Anwesenheit er in seinen Ausflügen genießt. Bei seinen Ausflügen versucht er, die absehbare Trennung zu verhindern. Vincent muss feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, den Lauf der Dinge zu ändern – und dabei anderen Menschen nicht zu schaden.

Subtil erzählt

Obwohl die Serie bisher nur vier ca. 50-minütige Folgen umfasst, ist „Es war noch einmal ...“ nicht nur eine Beziehungsgeschichte: Vincent hat ein schwieriges Verhältnis zu seiner Familie, einen Sohn von einer Ex-Freundin und keine Lust mehr auf seine Arbeit. Keinesfalls wirkt die Erzählung deswegen überladen oder unschlüssig – im Gegenteil; erzählt wird so subtil, dass es Spaß macht, die eröffneten Lücken selbst zu schließen.

Wertung: vier von sechs Sternen