ARD, Sonntag, 11. September 2011, 20.15 Uhr Schon gesehen: Der neue Tatort „Tod einer Lehrerin

Von Joachim Schmitz | 10.09.2011, 11:03 Uhr

Normalerweise profitiert die Talkshow am Sonntagabend vom zuvor laufenden Krimi – wer vergaß umzuschalten, saß jahrelang vor Sabine Christiansen und Anne Will. In dieser Woche gibt Günther Jauch sein mit Spannung erwartetes Talk-Debüt im Ersten, und vielleicht profitiert ja diesmal der „Tatort“ davon. Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) könnte es gebrauchen, dieses „Warten auf Günther“.

Denn es ist mal wieder so ein „Tatort“, den man auch im Radio senden könnte. Schnelle Schritte bedeuten: Lena rennt. Und ansonsten erklärt sich alles über Dialoge. Kein starkes Bild, das für sich spricht, kein Schnitt, der überrascht, keine Szene, die haften bleibt. Die Handlung schleppt sich durch den Sonntagabend hin zu Günther Jauch. Und der Film findet nur mühsam sein eigentliches Thema, wird erst spät interessant.

Die „Tatort“-Folgen mit Lena Odenthal sind wohl die morbidesten der gesamten Reihe, zumindest wenn man nach dem Titel urteilt: „Tödliche Ermittlungen“, „Hauch des Todes“, „Tod auf dem Rhein“, Tödlicher Einsatz“ und „Der glückliche Tod“ hieß es in den letzten beiden Jahren, nun also kommt der „Tod einer Lehrerin“ hinzu. Vielleicht heißt die nächste Folge ja „Todlangweilig“.

Wertung: 3 von 6 Sternen