Ab Montag auf Arte Düster-spannender Thriller: „Feuerwerk am helllichten Tage“

Von Tobias Sunderdiek | 05.02.2017, 19:07 Uhr

Serienmorde in Nord-China: Mit dem Thriller „Feuerwerk am helllichten Tage“ zeigt Arte ab Montag neun weitere Berlinale-Filme der letzten Jahre.

Ein Bild des Schreckens – so beginnt dieser chinesische Thriller: Ein abgetrennter menschlicher Arm liegt auf einem Kohlehaufen, gelangt auf ein Förderband, und wird dort von einem Arbeiter entdeckt. Erneut hat ein gesuchter Serienmörder zugeschlagen und seine blutige Visitenkarte hinterlassen. Für den ermittelnden Polizisten Zhang Zili bedeutet dieser Fall aber auch persönliches Unglück: Während der Nachforschungen verlieren während einer Schießerei zwei Kollegen das Leben, und Zhang danach seinen Job. Doch der Fall lässt ihn nicht los. Fünf Jahre später ermittelt er privat weiter, und gerät dabei in den Bann einer Verdächtigen. Was nicht nur verstörend klingt, wirkt auch so. Immer wieder fängt die Kamera graue, von Smog bedrohte, ungemein triste Stadtlandschaften ein, guckt dabei hinter die Fassaden des chinesischen Wirtschaftswunders. 2014 gewann der leider kaum gezeigte Film von Regisseur Diao Yian den Goldenen Bären. Ein grandioser Neo-Noir-Film, der übrigens mit dem zuvor ausgestrahlten belgischen Drama „Broken Circle“ einen bis zum 15. 2. dauernden Arte-Schwerpunkt zum Thema Berlinale bildet. Ein spannendes, in jedem Sinne „ausgezeichnetes“ Programm zum aktuellen Festival .