Wegen Ukraine-Krieg Explodierende Energiekosten: Ampel prüft, ob Entlastungspaket ausreicht

Von Tobias Schmidt | 25.02.2022, 01:00 Uhr | 1 Leserkommentar

Reichen die von der Ampel-Koalition vereinbarten Entlastungen von 13 Milliarden Euro für die gestiegenen Energiekosten aus? Der Ukraine-Krieg könnte die Kosten weiter steigen lassen, deswegen werde geprüft, ob das Paket ausreiche, sagt SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich.

Kaum hat die Ampel-Koalition ein großes Entlastungspaket geschnürt, um die Bürger vor den explodierten Energiepreisen zu schützen, da wird über eine Aufstockung nachgedacht.

„Der Angriff Russlands auf die Ukraine kann weiter steigende Energiekosten für Deutschland zur Folge haben. Das werden wir genau beobachten und prüfen, ob die jetzt beschlossenen Entlastungen ausreichend wirken“, sagte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich im Gespräch mit unserer Redaktion.

Der Koalitionsausschuss von SPD, Grünen und FDP hatte sich am Mittwochabend auf mehrere Maßnahmen geeinigt, darunter die frühere Abschaffung der EEG-Umlage und eine Erhöhung der Pendlerpauschale. „Wir haben Wort gehalten und entlasten die Verbraucherinnen und Verbraucher mit insgesamt rund 13 Milliarden Euro für die gestiegenen Energiekosten“, sagte Mützenich. „Das Paket war notwendig und wird rasch für spürbare finanzielle Erleichterungen in der Breite sorgen.“

1 Kommentar
Markus Beermann
Warum an Symptomen schrauben, wenn man die Ursache bekämpfen kann? Letzten Endes war Energie lange Zeit zu billig und Alternativen zu teuer, deshalb wurde zuwenig in Energieersparnis investiert. Statt nun das Klimageld zügig auf den Weg zu bringen, das einen starken Anreiz Richtung Vermeidung/Einsparung von Energie setzen könnte, erhöht man die Pendlerpauschale von der nur einige wenige profitier...