Deutscher Gewerkschaftsbund Was die Arbeitgeber von der neuen DGB-Chefin Yasmin Fahimi erwarten

Von Uwe Westdörp | 09.05.2022, 10:50 Uhr

Es ist ein Führungswechsel in schwierigen Zeiten: Yasmin Fahimi ist neue DGB-Chefin. Hier sagt Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger, welche Erwartungen er an die Nachfolgerin von Reiner Hoffmann hat.

Die Arbeitgeber setzen auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen DGB-Vorsitzenden Yasmin Fahimi. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte unserer Redaktion: „Wir Arbeitgeber gratulieren Yasmin Fahimi herzlich zur Wahl und freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Wir hoffen natürlich weiterhin auf eine vertrauensvolle Sozialpartnerschaft.“ Dulger betonte, die Sozialpartnerschaft habe das Land in den letzten Jahren stark gemacht. Sie sei eine der tragenden Säulen für Wohlstand und Demokratie. Gerade auch in Zeiten von Ukraine-Krieg und Corona-Pandemie habe sich gezeigt, „wie unerlässlich eine funktionierende Sozialpartnerschaft in unserem Land ist“.

Dem bisherigen DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann dankte Dulger „von ganzem Herzen für die sehr vertrauensvolle und ehrliche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren“. Er betonte: „Vertrauen ist das A und O, wenn man auch mal konfliktreiche Themen diskutieren und lösen muss. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, weil ich weiß, dass das nicht selbstverständlich war und ist.“

Die 54-jährige SPD-Bundestagsabgeordnete Yasmin Fahimi erhielt auf dem Bundeskongress des DGB in Berlin bei der Wahl zur Vorsitzenden 93,2 Prozent der abgegebenen Delegiertenstimmen. Sie ist die erste Frau auf diesem Posten.  Vor 2000 bis 2013 arbeitete Fahimi als Gewerkschaftssekretärin bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). 2014 und 2015 bekleidete sie dann das Amt der SPD-Generalsekretärin, 2016 und 2017 war sie beamtete Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Vor den rund 400 Delegierten forderte Fahimi einen „Masterplan aus einem Guss für sozialen Fortschritt in unserem Land“. Zugleich kritisierte sie die Ampelkoalition für die geplante deutliche Aufstockung des Wehretats.

Reiner Hoffmann, der den Deutschen Gewerkschaftsbund seit 2014 geführt hatte, geht nach zwei Amtsperioden in den Ruhestand.

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