US-Wahlkampf Was will Trump als Präsident?

Von Marion Trimborn | 22.07.2016, 14:34 Uhr

Donald Trump ist der Kandidat der Republikaner für das Amt des Präsidenten. Falls er wirklich ins Weiße Haus einzieht, würde das einen Richtungswechsel für Amerika bedeuten. Fünf Themen, die Trump künftig ganz anders machen will.

Handel

Trump hält einen liberalisierten Welthandel und entsprechende Abkommen für einen Ursprung allen Übels. Er stellt die Handelsabkommen in Frage, von denen viele schon seit 20 Jahren bestehen. Sein Ziel: Solche Handelsabkommen neu verhandeln und nur mit einzelnen Ländern abschließen.

Außenpolitik

Trump will sich auf das Land selbst konzentrieren, „America first“ (Amerika zuerst). „Amerikanismus, nicht Globalismus, wird unser Credo sein“, erklärte der 70-Jährige. Das Engagement Amerikas in der Welt möchte er zurück fahren. Trump irritierte Amerikas Alliierte, als er einen Beistand der Nato für angegriffene Bündnispartner in Frage stellte. In der Außenpolitik steht er somit für isolationistische Tendenzen. Er hat Ex-Präsident George W. Bush und seine jetzige Konkurrentin Hillary Clinton von den Demokraten wiederholt für die US-Invasion im Irak angegriffen.

Einwanderung

Trump hat Einwanderer wiederholt kriminalisiert und das Thema fast ausschließlich negativ besetzt. Die Zuwanderung aus Ländern, die „vom Terror kompromittiert sind“, werde er unterbinden und den Kampf gegen den Islamismus entschieden führen. An der Grenze zu Mexiko will er eine Mauer zum Schutz vor illegaler Einwanderung errichten, kündigte der republikanische Präsidentschaftskandidat mehrfach an.

Wirtschaft

Trump will Amerika wieder groß und wohlhabend machen. Sein Bekenntnis zur Stärke der Vereinigten Staaten von Amerika fasst er in dem Motto zusammen: „Let’s Make America Great Again“. Der Milliardär kündigte an, dem Land Millionen Jobs, Wohlstand und Würde zurückzubringen. Trump will Steuern senken, um die Mittelschicht zu entlasten, und Vorschriften abschaffen, um die Wirtschaft zu deregulieren. Damit würden Billionen Dollar für die Wirtschaft freigesetzt, lautet das Versprechen.

Innere Sicherheit

Vor dem Hintergrund der jüngsten Polizistenmorde hat sich Trump als „Law-and-Order-Kandidat“ im Präsidentschaftsrennen positioniert. Er betont, dass sich jeder im Land sicher fühlen können müsse. Dazu sei es nötig, Gesetz und Ordnung (law and order) aufrecht zu erhalten. Er werde das tun, so Trump. Seine Ziel heißt: „Die Kriminalität und die Gewalt, die unsere Nation heimsuchen, werden bald beendet sein.“