Stirbt Deutschland aus? Sieben Fakten zum demografischen Wandel

Von dpa | 20.08.2015, 08:01 Uhr

Immer mehr Ältere, immer weniger Jüngere: Welche Auswirkungen hat der demografischen Wandel auf Deutschland? Sieben Fakten zum Thema.

- Wegen des niedrigen Geburtenniveaus in Deutschland ist jede Kindergeneration um ein Drittel kleiner als ihre Elterngeneration.

- Um die Bevölkerungszahl langfristig konstant zu halten, müssten jedes Jahr rund 400.000 Menschen mehr einwandern als auswandern.

- In 14 der 16 Bundesländer sterben mehr Menschen als geboren werden. So ersetzen im Saarland die Neugeborenen die Gestorbenen nur zu 53 Prozent.

- Den höchsten Geburtenüberschuss unter den Kommunen hat bundesweit München, das höchste Geburtendefizit Osterode am Harz.

- 1950 war ein Prozent der deutschen Bevölkerung 80 Jahre alt oder älter, 2060 werden es zwölf Prozent sein.

- Die drei zuletzt am stärksten geschrumpften Kommunen sind Hoyerswerda, Bitterfeld-Wolfen und Eisenhüttenstadt. Sie verloren zwischen 2008 und 2013 ein Zehntel der Bevölkerung.

- 10,9 Millionen Zuwanderer lebten 2014 in Deutschland, eine Million mehr als 2011. 43,7 Prozent der seit 2011 Zugezogenen haben einen Hochschulabschluss.