Stimmenanteile Frauen, junge Leute, Einwanderer: So hat Amerika gewählt

Von Meike Baars | 09.11.2016, 10:52 Uhr

Die Prognosen sahen Hillary Clinton lange vorne. Doch der 45. Präsident der USA heißt Donald Trump. Bei welchen Gruppen konnte der Republikaner punkten? Eine Kurzanalyse in Grafiken.

 Mit Grafiken von René Bucken 

Jung wählt Clinton, Alt wählt Trump

Wäre der Durchschnittsamerikaner jünger als 40, wäre der Wahlausgang ein anderer gewesen. Eine Frau stände künftig an der Spitze der USA. Denn in der Gunst der jungen Wähler lag Hillary Clinton vorne. Die Ü-40-Jährigen wählten eher Trump – eine wichtige Basis für seinen Erfolg. (Weiterlesen: Alle Infos zum Wahlausgang im Liveticker) 

Bildung als entscheidender Wahl-Faktor

Je höher der Schulabschluss eines Wählers, desto wahrscheinlicher ist es, dass er sein Kreuz bei Clinton machte. Bei Bürgern mit College-Abschluss und Studium konnte die Demokratin stärker punkten als Trump – jedoch nicht mit besonders großem Abstand. Der Republikaner lag bei den weniger gut Gebildeten vorne. Menschen ohne Collegeabschluss wählten mehrheitlich ihn.

Weiße für Trump – das reicht

Schwarze, Latinos und Asiaten: Sie alle stimmten mehrheitlich für Präsidentschaftskandidatin Clinton. Besonders aus dem Lager der afroamerikanischen Bevölkerung entfielen kaum Stimmen auf Trump. Dennoch reichte es für ihn. Denn die Bevölkerung der USA ist mehrheitlich weiß. Und bei den Weißen lag er vorne. (Kommentar: Trump als Präsident – Das muss nicht die Apokalypse sein) 

Männer wählen Trump, Frauen Clinton

Eine klare Spaltung offenbart sich bei der Wahl zwischen Männern und Frauen: Weibliche Wähler stimmten mehrheitlich für Clinton, männliche Wähler gaben ihre Stimme eher Trump. Das Clinton-Lager hatte sich jedoch einen höheren Frauenbonus erhofft. Insgesamt war das Geschlecht kein wahlentscheidender Faktor: Die Vorteile, die Clinton bei den Frauen erreichte, machte Trump bei den Männern wett.