Sicherheitslage verschlechtert Von der Leyen rechnet mit längerem Militäreinsatz in Afghanistan

Von Reuters | 06.12.2015, 19:06 Uhr

Die internationale Gemeinschaft muss sich nach dem Stopp des Truppenabzugs vom Hindukusch nach Einschätzung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen auf einen längerfristigen Militäreinsatz in Afghanistan einstellen.

„Die Grundbotschaft muss sein: Wir bleiben“, sagte die Ministerin auf dem Flug ins nordafghanische Masar-i-Scharif, wo sie am Sonntagabend landete. „Die Unsicherheit über den Truppenabbau hat in den vergangenen Jahren unheimlich Vertrauen gekostet.“ Sie sei froh, dass sich die Grundstimmung unter den Nato-Partnern inzwischen ins Gegenteil verändert habe. Die Außenminister der Militärallianz hatten vor einigen Tagen den Truppenabzug aus Afghanistan gestoppt, da sich die Sicherheitslage in dem Land seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes vor knapp einem Jahr drastisch verschlechtert hat. Das Bündnis bleibt nach dieser Entscheidung auch 2016 wie bisher mit etwa 12.000 Soldaten in der Hauptstadt Kabul und den Regionen präsent.

 

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