Harte Auflagen ab 10. April Nach der Einreise in Quarantäne – sonst drohen diese Bußgelder

Von afp | 09.04.2020, 15:49 Uhr

Das Corona-Krisenkabinett hat die Einreisebedingungen verschärft. Bei Verstößen drohen Bußgelder, die auch fünfstellig ausfallen können.

Ab Freitag gelten wegen der Corona-Krise harte Auflagen für Bundesbürger und Ausländer, die nach Deutschland einreisen. Sie müssen nach Grenzübertritt direkt zu ihrer Unterkunft fahren und dort 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder zwischen 150 und 25.000 Euro.

Was droht bei Verstößen gegen die Quarantänepflicht?

Für Verstöße sieht die Anordnung gestaffelte Bußgelder je nach Schwere des Delikts vor. Wer sich nicht an die 14-tägige Quarantäne hält und seine Unterkunft verlässt, kann mit einem Bußgeld von 500 bis 10.000 Euro belegt werden.

Die Betroffenen dürfen zu Hause auch keinen Besuch empfangen. Wer es trotzdem tut, dem drohen 300 bis 5000 Euro Strafe. Wer nach Grenzübertritt nicht direkt nach Hause fährt, sondern einen Zwischenstopp einlegt, kann mit 150 bis 3000 Euro belegt werden.

Wer der Pflicht nicht nachkommt, sich nach der Einreise bei der zuständigen Behörde zu melden, muss mit einem Bußgeld von 150 bis 2000 Euro rechnen. 300 bis 3000 Euro drohen, wenn die Behörde auch bei Corona-Symptomen nicht informiert wird.

Was droht bei Verstößen gegen das Tätigkeitsverbot?

Wer in Quarantäne muss, darf natürlich keiner außerhäuslichen Tätigkeit nachgehen. Wer dies trotzdem tut, muss mit 500 bis 25.000 Euro rechnen. Dienstherren und Arbeitgeber, die eine falsche Ausnahmebescheinigung ausstellen, um ihren Mitarbeitern die Arbeit außerhalb der Quarantäne zu ermöglichen, können mit 2000 bis 25.000 Euro belangt werden. Wer die Behörden nicht über die Beschäftigung von Saisonarbeitern informiert, muss mit einem Bußgeld von 5000 bis 25.000 Euro rechnen.

Wer ist von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen?

Für Fernfahrer, und alle, die Waren per Schiff, Bahn oder Flugzeug transportieren, gilt die 14-tägige Quarantäne nicht. Ausgenommen sind auch Berufspendler und Saisonarbeiter – ebenso Mitarbeiter von Polizei und Gesundheitsbehörden.

Nicht erfasst von der Quarantänepflicht sind zudem etwa auch Menschen, die sich als Mitarbeiter von Luft-, Schiffs-, Bahn-, oder Busverkehrsunternehmen sowie als Besatzung von Flugzeugen, Schiffen, Bahnen und Bussen im Ausland aufgehalten haben. In begründeten Einzelfällen können die Behörden weitere Befreiungen ausstellen.

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