Mögliche Folge des Brexits Ein Bayer als König von Schottland?

Von Beate Tenfelde | 24.06.2016, 20:11 Uhr

Das Votum der Briten für den EU-Ausstieg hat unabschätzbare Folgen – und es hat die politische Spaltung Großbritanniens sichtbar gemacht. Weil die Schotten mit sehr großer Mehrheit für den Verbleib in der EU stimmten, bekommen sehr skurrile Spekulationen Auftrieb.

: Sollten die Schotten sich nun für unabhängig erklären, könnte die Queen als Staatsoberhaupt abgesetzt werden. Und wer folgt nach? Beste Chance auf den Posten als König der Highlands hätte dann ausgerechnet ein Bayer.

Das sagt zumindest eine kleine Gruppe schottischer Monarchisten, die Jakobiten. Diese sähen den 81-jährigen Herzog Franz von Bayern, Erbprinz des Hauses der Wittelsbacher, gern auf dem Thron.

Nachfahr von Maria Stuart

Warum? Franz ist tatsächlich ein entfernter Nachfahre des Hauses Stuart, jener schottischen Familie, die gut 100 Jahre lang England und Schottland regierte. „Die Leitung des Hauses Stuart liegt im Hause Wittelsbach, dessen Oberhaupt Herzog Franz ist“, heißt es auf der Seite der monarchistischen Royal Stuart Society. Der Anspruch sei über Maria Theresia von Modena vererbt worden, eine Nachfahrin der Stuarts und Urgroßmutter von Franz.

Ob die Jakobiten Franz wirklich nach Schottland einladen wollen, sollte es zur Abspaltung kommen, das blieb unmittelbar nach dem Brexit-Votum aber vorerst offen.