„Das Duldet keinen Aufschub“ Marburger Bund wirbt für Teilimpfpflicht sofort und allgemeine Impfpflicht im Mai

Von Tobias Schmidt | 15.02.2022, 08:00 Uhr

Die Ärzteorganisation Marburger Bund hat vor Verzögerungen bei der einrichtungsbezogenen und bei der allgemeinen Impfpflicht gewarnt.

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht „duldet aus meiner Sicht keinen Aufschub und sollte jetzt auch einheitlich in allen Bundesländern umgesetzt werden“, sagte die Vorsitzende Susanne Johna im Interview mit unserer Redaktion.

Dies sei „ein erster Schritt, der dazu dient, besonders vulnerable Personengruppen, zum Beispiel ältere oder immungeschwächte Menschen, so gut wie möglich zu schützen“.

Die allgemeine Impfpflicht „wird uns im Herbst helfen, wenn sie zügig, also noch vor Ende Mai, in Kraft getreten ist“, warb Johna für einen raschen Beschluss des Bundestages. Bis zum Abschluss der kompletten Impfung inklusive Booster vergingen ja mindestens vier Monate. „Ich halte die Impfpflicht für die richtige Antwort auf die Gefährlichkeit des Coronavirus“, sagte die Marburger-Bund-Vorsitzende.

Eine hohe Impfquote sei ausschlaggebend für die nächste Virus-Saison: „Wie groß die Welle im Herbst sein wird, hängt ja auch ganz entscheidend davon ab, wie viele Menschen bis dahin geimpft sind“, gab Johna zu bedenken.

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