Lengericher schließt sich Isis an Männer aus Niedersachsen kämpfen in Syrien

Von Anika Becker | 03.07.2014, 18:27 Uhr

Die islamistische Miliz Isis verbreitet im Irak und Syrien Terror. In ihren Reihen kämpfen 320 junge Männer aus Deutschland – zwei sollen aus Münster beziehungsweise Lengerich stammen. Auch aus Niedersachsen sind mehrere Männer nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes in Syrien aktiv.

„Bis zu zehn Personen aus Niedersachsen sind nach Syrien ausgereist, um sich aktiv im Kampf gegen das Assad-Regime zu beteiligen“, heißt es vom Niedersächsischen Verfassungsschutz auf Nachfrage. Die Zahl derer, die aus Syrien zurückgekehrt sei, liege im niedrigeren einstelligen Bereich. Es liegen demnach keine Hinweise vor, dass durch diese Männer Gewalt ausgeübt werde.

Anders beurteilt der nordrheinwestfälische Verfassungsschutz laut Westfälischen Nachrichten die Situation der beiden Männer aus Münster und Lengerich. Gegen sie ermittele die Staatsanwaltschaft Dortmund wegen des Vorwurfs einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, berichten die WN. Einer der beiden Männer soll dem Bericht zufolge in Münster eine Tischlerlehre absolviert haben und bei einer Pflegefamilie aufgewachsen sein.

Rückkehrer aus den Gebieten bedeuten eine große Gefahr, heißt es in dem Bericht weiter, weil sie noch radikalisierter und unberechenbarer seien. Sie werden demnach vom Verfassungsschutz beobachtet.

Im Internet kursieren immer wieder Videos, in denen Dschihadisten Gleichgesinnte anwerben. Die Isis ruft auf, sich ihrem Vorhaben anzuschließen und nach Syrien zu kommen. Die Videos sind Berichten zufolge teilweise auf Deutsch mit englischen Untertiteln.