Landtagswahlen 2016 Kretschmann, Dreyer und Haseloff – die Gewinner im Kurzporträt

Von dpa | 13.03.2016, 19:13 Uhr

Magdeburg/Mainz/Stuttgart. Winfried Kretschmann, Malu Dreyer und Reiner Haseloff sind die Gewinner der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Die Politiker im Kurzporträt.

Baden-Württemberg

Winfried Kretschmann (Grüne): Nach vielen Jahren in der Opposition wurde der ehemalige Lehrer im Jahr 2011 der erste grüne Ministerpräsident in Deutschland überhaupt. Der 67-Jährige ist verheiratet, Vater dreier Kinder und katholisch. Kretschmann tritt pragmatisch und wertkonservativ auf und bewegt sich häufiger jenseits der grünen Parteilinie im Bund – etwa in der Flüchtlingspolitik. Kritiker werfen ihm vor, in konfliktbelasteten Situationen zu hadern und der mitregierenden SPD wenige Erfolgserlebnisse gegönnt zu haben. Vor der Wahl hatte er angekündigt, dass er sich aus der Politik zurückziehen werde, falls er nicht wieder gewählt wird. Seit dem 12. Mai 2011 ist er Ministerpräsident Baden-Württembergs.

Rheinland-Pfalz

Malu Dreyer (SPD): Die 55-jährige Ministerpräsidentin hatte sich nach drei Jahren Amtszeit zur Wahl gestellt. Geboren in Neustadt an der Weinstraße, kam Dreyer zum Jura-Studium nach Mainz und als Bürgermeisterin von Bad Kreuznach an die Nahe. Nach fünf Jahren als Sozialdezernentin der Stadt Mainz holte sie ihr Vorgänger Kurt Beck 2002 als Sozialministerin ins Kabinett. Der soziale Zusammenhalt und die demografischen Veränderungen sind ihre Herzensthemen. Und die will sie weiter als Ministerpräsidentin vorantreiben. Eine Rolle in einer möglichen großen Koalition will sie nicht übernehmen. Dreyer lebt mit ihrem Mann Klaus Jensen in einem Wohnprojekt in Trier.

Sachsen-Anhalt

Reiner Haseloff (CDU): Sachsen-Anhalts Ministerpräsident gilt als Wirtschafts- und Arbeitsmarktexperte. Schließlich war der 62-Jährige zehn Jahre Chef des Arbeitsamtes in Wittenberg, danach Staatssekretär und Wirtschaftsminister. In der Flüchtlingspolitik warb er einerseits für ein weltoffenes Sachsen-Anhalt, betonte aber auch Grenzen der Integrationsfähigkeit. Dabei wurde er oft als Kritiker von Kanzlerin Merkel wahrgenommen. Haseloff wurde in Bülzig bei Wittenberg geboren. Er studierte Physik in Dresden und in Berlin. In der CDU ist der bekennende Katholik seit 1976, seine politische Karriere begann nach der Wende über Stadtrat, Kreistag und CDU-Landesvorstand. Seit dem 19. April 2011 ist er Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.

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