Kandidat für Präsidentenamt Auch TV-Richter Hold will es versuchen

Von Beate Tenfelde | 11.02.2017, 05:55 Uhr

Auch Ex-TV-Richter Alexander Hold will es als Kandidat der Freien Wähler bei der Wahl zum Bundespräsidenten versuchen.

Realistisch gesehen, hat Hold bei der Wahl des Bundespräsidenten nicht den Hauch einer Chance. Im ersten Wahlgang benötigt ein Kandidat die absolute Mehrheit von 631 Stimmen. Ab dem dritten Wahlgang reicht die relative Mehrheit. Die Freien Wähler stellen gerade einmal 10 Mitglieder in der Bundesversammlung.

„Wenn man in Deutschland allerdings den Bundespräsidenten direkt wählen könnte, dann hätte ich bessere Chancen“, ist sich Hold sicher. Seinen Zuschauern sei er nach mehr als 15 Jahren auf dem Bildschirm vertraut „als jemand, der versucht, allen gerecht zu werden“, versichert der 54-jährige aus Kempten. Das würde er auch als Bundespräsident versuchen . Noch eine Eigenschaft des TV-Richters Hold sei für das höchste Staatsamt wichtig: Er sei der, der am Ende immer klar entscheide. „Und der vor allem das, was er entscheidet, auch erklärt.“ Daran fehle es in der großen Politik, meint der Jurist, der auch im wahren Leben Richter ist. „Ich habe das Gefühl, dass wir gerade alle so ein bisschen das Vertrauen verlieren in unser Gemeinwesen, das Vertrauen in unsere große Politik, den Rechtsstaat, in die europäische Idee.“

Dieses Vertrauen zurückzugewinnen sei sein „Oberthema“, sagt der Vater zweier Söhne.