Erneute Attacke gegen Ausländer Trump für komplettes Muslim-Einreiseverbot in die USA

08.12.2015, 00:55 Uhr

Donald Trump, Bewerber der Republikaner als Kandidat für den US-Präsidenten, spricht sich für ein komplettes Einreiseverbot von Muslimen in die USA aus.

Trump begründete dies am Montag in einer Mitteilung mit einer Umfrage, in der eine große Zahl der befragten Muslime Gewalt gegen Amerikaner in den USA bejaht habe, weil sie Teil des globalen Dschihad sei. Die Umfrage wurde angeblich im Frühsommer 2015 unter 600 Menschen gemacht. Eine entsprechende Mitteilung des befragenden Instituts soll vom 23. Juni stammen. Die Repräsentanten des Landes müssten herausfinden, was eigentlich los sei, erklärte Trump. „Wir müssen herausfinden, woher all dieser Hass kommt.“

Trumps Forderung kommt wenige Tage nach einer mutmaßlichen Terrorattacke im kalifornischen San Bernardino, bei der 14 Menschen erschossen wurden. Eine Täterin hatte sich vor der Attacke als Anhängerin der Terrormiliz Islamischen Staat (IS) offenbart. Die beiden Täter waren Muslime. Trump erklärte: „Solange wir dieses Problem und die damit verbundenen Gefahren nicht verstehen, darf unser Land kein Opfer der Attacken von Leuten werden, die an den Dschihad glauben.“

Aussetzer folgt auf Aussetzer

Donald Trump hatte im bereits laufenden Wahlkampf immer wieder mit umstrittenen Aussagen und Anfeindungen angeeckt. Unter anderem hatte er bereits angekündigt, syrische Flüchtlinge im Falle eines Wahlsiegs auszuweisen – seien doch viele von ihnen IS-Kämpfer. Seine Mitbewerberin Carly Fiorina hatte Trump als hässlich beleidigt – so jemand würde niemand wählen. Eine TV-Moderatorin hatte der Republikaner auch schon beleidigt und einen weiteren Journalisten aus einer Pressekonferenz geschmissen. Das blieb aber nicht immer folgenlos für den Milliadär: Nach fremdenfeindlichen Aussagen hatten die Sender NBC und Univision die Zusammenarbeit mit ihm beendet. 

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