Teures Gas, teurer Strom Energiepreise: Verbraucherzentrale hält Entlastungen für „halbherzig“

Von Rena Lehmann | 24.02.2022, 10:25 Uhr

Verbraucherschützer halten das Entlastungspaket der Bundesregierung für nicht ausreichend, um die gestiegenen Energiekosten auszugleichen. Was sie vorschlagen.

Das Entlastungspaket der Bundesregierung zur Abmilderung der gestiegenen Energiekosten stößt auf Kritik des Bundesverbands der Verbraucherzentralen. Energie-Experte Thomas Engelke bezeichnete die Maßnahmen als „halbherzig“. „Das Paket bringt natürlich schon Entlastungen, es ist aber insgesamt nur halbherzig, weil es die Preissteigerungen gerade für Menschen mit geringem Einkommen nicht annähernd ausgleicht“, sagte Engelke unserer Redaktion. Engelke kritisiert, dass insbesondere beim geplanten Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli nicht festgeschrieben sei, dass die Entlastung in vollem Umfang an die Verbraucher zurückzugeben ist. „Das muss ganz klar gesetzlich festgeschrieben werden“, fordert Engelke.

Engelke kritisierte außerdem, dass der geplante Heizkostenschuss im Sommer sowie Einmalzahlungen an besonders Bedürftige insgesamt zu niedrig ausfallen. Da sie nicht sofort ausgezahlt werden, drohen zahlungsunfähigen Haushalten Energiesperren. „Wir fordern deshalb sofort ein Moratorium für Strom- und Gassperren damit niemand im Dunkeln sitzen oder frieren muss“, sagte der Energieexperte.

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