Ein Verletzter Explosion in Istanbul war Bombenanschlag

01.12.2015, 18:19 Uhr

Bei der Explosion in der türkischen Millionenmetropole Istanbul am Dienstagabend hat es sich um einen Bombenanschlag gehandelt. Die Detonation habe sich im europäischen Stadtteil Bayrampasa ereignet, sagte der Istanbuler Gouverneur Vasip Sahin nach Angaben des Senders CNN Türk.

Auf einer Überführung in der Nähe einer U-Bahnstation sei eine Rohrbombe explodiert, sagte der Bezirksbürgermeister des Stadtteils Bayrampasa, Atilla Aydiner gestern dem TV-Sender A Haber. Bayrampasa liegt auf der europäischen Seite der Stadt. Die Explosion ereignete sich während des Berufsverkehrs. In Medienberichten hatte es zunächst geheißen, Ursache der Detonation sei ein Transformator gewesen. Im Oktober waren bei einem Doppelanschlag in der Hauptstadt Ankara mehr als Hundert Menschen getötet worden.

Anschlag

Medienberichten zufolge handelte es sich jedoch um einen Bombenanschlag. Die Polizei gehe davon aus, dass der Sprengsatz der Einsatzpolizei gegolten habe, deren Bus kurz vor der Detonation vorbeifuhr, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Es sei unklar, wer die Bombe am Straßenrand im europäischen Stadtteil Bayrampasa versteckt habe. Nach Angaben des Istanbuler Gouverneurs Vasip Sahin war bei der Detonation ein Mensch leicht verletzt worden.

Sahin sagte, der Vorfall werde untersucht. Nach der Detonation am Dienstagabend waren die Straßen in der Umgebung vorübergehend abgesperrt und der Metroverkehr der nahegelegenen Linie auf eine Spur umgeleitet worden. Am Mittwoch lief der Verkehr wieder normal.